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Von Beziehungen und Sand

Beziehungen sind komplizierter geworden. Vielleicht auch, da Chats heute das neue Reden sind. Diskutiert wird Stunde um Stunde, ohne Augenkontakt, ohne die Nuancen der Stimme, ohne die kleinen Gesten und Zeichen des anderen, die sofort so vieles mildern könnten. Gekämpft wird weiterhin, klar. Leidenschaftlich und so voller Mut und Enthusiasmus, meistens dann, wenn ein persönlicher Vorteil daraus entspringen könnte. Der erste Schritt wird hinausgezögert, bis es zu spät ist. Und Gefühle? Gefühle werden über Facebook-Posts oder den entsprechenden Whatsapp-Status ausgesprochen. Natürlich immer am DU orientiert. „DU sollst LESEN, was DU mir hier gerade antust!“. „DU sollst LESEN, wie schlecht es mir geht, nur wegen DIR!“. „DU sollst mitkriegen, wie grandios ich mich doch amüsiere, obwohl DU mir gerade das Herz zertrampelst!“. Und vor lauter Spielchen und Spielchen, vor lauter „Ich grabe dir eine Grube in meiner Sandkiste, DU Arsch!“ – fallen wir immer nur wieder selbst kopfüber in genau diese Gruben hinein. Eine Generation, die sich so unsicher ist über die eigenen Gefühle. Verwirrt, weil man so oft einfach gar nichts mehr anfangen kann, mit all diesen Andeutungen und Spielchen. Verliebt in einen anderen Menschen, aber gebremst von seinem …

Vielleicht müssen wir erst  

Vielleicht müssen wir erst verstehen, dass wir eben nicht nur liebende Partner sind, sondern ganz primär und so völlig nüchtern betrachtet, erstmal Menschen? Menschen mit Launen, Phasen und ja, auch Menschen mit Stimmungsschwankungen. Vielleicht müssen wir erst verstehen, dass es ein sehr vermessener Anspruch ist, zu erwarten, dass eine Beziehung nur etwas wert ist, wenn sie sich stets und zu jeder Zeit „stabil glücklich“ fühlt? Vielleicht müssen wir erst verstehen, sofern keine ernsthaften Probleme zugrunde liegen (wie auch immer diese jeder einzelne für sich nun definiert…), dass Phasen einer Beziehung auch einfach mal durchgestanden werden können? Einfach so, ohne dauernd alles und jedes zu interpretieren und vor allem wieder einmal überzuinterpretieren? Ohne dauernd zu dramatisieren? Einfach so, mit dem sicheren Gefühl, erst mal abwarten zu können und zu wollen, was wirklich dahintersteckt? Um sich dann ganz entspannt auch wieder anzunähern? Diese Phasen, in denen es nicht immer und jeden Tag gleichbleibend läuft, diese Phasen gibt es auch in Freundschaften. Warum darf es sie nicht zwischen Liebenden geben? Vielleicht müssen wir erst verstehen, dass es nicht …

Rote Flaggen wollen gesehen werden

„Argumente“ drehen sich im Kreis und/ oder sind absolut unsinnig/ unwahr oder fernab der Sachebene? Du bleibst nach Diskussionen erschöpft zurück, verwirrt und emotional zerschlagen?  Es gibt keine Lösung zum Thema als solches, keinen Kompromiss und es wird ganz offensichtlich keine Win/Win-Situation angestrebt? Es fühlt sich so an, als müsste dein Gegenüber immer nur „gewinnen“ oder Recht haben, egal bei welchem Thema oder was auch immer auf dem Spiel steht? Es werden Tatsachen und Situationen umgedreht, du wirst konfrontiert und beschuldigt, mit Dingen, die dein Gegenüber SELBST praktiziert (… PROJECTION)? Du fühlst dich alleine gelassen mit dem inzwischen nahezu chronischen Gefühl des missverstanden werden und vor allem: des missverstanden werden WOLLEN? Liebes, ersiehst du hier die rote Flagge? Ersiehst du, dass es Zeit wird, sehr bewusst hinzuschauen? Ersiehst du, woran es liegen kann, dass du keine Energie mehr hast, dich müde, resigniert und/ oder traurig fühlst? Liebes, ersiehst du die ROTE Flagge? sandrareinheimer.com

Stiefmutterprobleme sind ein Tabu – denn es darf diese Schwierigkeiten nicht geben 

Aus dem grossartigen Buch von Susanne Petermann: „Du hast mir gar nichts zu sagen! Stiefmutter sein ist nichts für Feiglinge“ (Diana Verlag) – von Herz ans Herz gelegt, für die Leserinnen meines Blogs und all die anderen Frauen, die vielleicht auch irgendwann damit anfangen, die „Schuld“ bei sich zu suchen.  Ein Mut- und vor allem Kraft spendendes Werk, mit vielen wesentlichen Hintergründen, die Frauen zunächst überhaupt nicht klar sind, wenn sie aus dem gesellschaftlich gemalten Bild der farbenfrohen Neu-Familie herausfallen, und auf dem Boden der oftmals gnadenlosen Realität aufschlagen. Die „Patchwork-Lüge“ – nicht umsonst hat dieser Begriff inzwischen verbreiteten Einzug in der  familiensystemischen Fachliteratur gefunden, die Illusion ablösend, „dass doch schließlich jede Frau weiß, auf was sie sich da einlässt, wenn der neue Partner bereits Kinder hat“.  Mythos Stiefmutter – diese seltsame, schwierige, vor allem aber restlos undefinierte Rolle, welche das Ergebnis einer US-Studie nicht verwunderlich erscheinen lässt. Denn Fakt ist: wenn es gut klappt mit der Stieffamilie, dann hält man das eher den Kindern zugute. Wenn es aber nicht gut läuft, dann liegt es …

Das Herz – und sein möglicher Schmerz

„Mein Herz schmerzt“ – ein Satz, den jeder sicherlich schon einmal gehört hat in diesem Leben. Ein Zustand, den viele Menschen -in unterschiedlichster Hinsicht- sicherlich selbst auch schon einmal gespürt haben. Nicht nur ganz real körperlich wahrgenommen, z.B. in Form von „Herzstolpern“, massivem Druck, Stichen oder einem subtilen Engegefühl. Auch das seelische Erleben „Herzschmerz“ nach bestimmten (akuten oder bereits chronischen) Ereignissen, einhergehend damit „ein tonnenschweres Herz zu fühlen“ oder einen „Herzbruch erlitten zu haben“, kann dieses oft so maximale Gefühl verursachen, „einen Elefanten aus der Brust sitzen zu haben, der uns nicht mehr atmen lässt“. 

Und? Warum mache ich das? 

Würdest du dir bei jeder deiner unzähligen täglichen Handlungen nur einmal ganz bewusst diese Frage stellen: „Warum mache ich das?“ – vielleicht würde es dich ganz plötzlich einen Moment innehalten lassen. Vielleicht wäre das auch der Moment der Erkenntnis, viel zu oft lediglich dem Strom, anstatt dem eigenen Denken zu folgen. Stellst du dir bei allem, was du Tag für Tag so tust, überhaupt mal die klare klare Frage an dich selbst, „ob du das tun sollst, oder nicht?“.  Wenn du dieses Bewusstsein erst einmal eingeschaltet hast, und lernst, es dann auch ganz gezielt zu benutzen, werden viele Bilder, die du vorher in deinem Kopf hattest, Stück für Stück zerfallen. Und erst dann wird sich das wahre Bild zeigen. Dies wäre er, der großartig gefühlte Moment, in dem wir ausschließlich nur noch unserem eigenen Denken folgen, anstatt uns weiterhin viel zu oft wie ein Blatt um Wind zu bewegen.  Frag dich viel, viel öfter: „Warum mache ich das?“. Und dann: dir ein wunderbares Gefühl beim täglichen Erwachen, Liebes.  Das Erkennen genau dieser bewussten,  wie vielfach …

Und was ist… Liebe? 

So oft wird sie laut, die -so gefühlt- Frage aller Fragen:  „Was ist Liebe?“.  Oder in ähnlicher Variante, wenn auch wieder ganz anders „Woher weißt du, ob du verliebt bist oder liebst!?“  Liebe – ein Phänomen der Menschheitsgeschichte. Liebe – in so vielen unterschiedlichsten Facetten vorhanden. Oder auch nicht.  Eine anschauliche Betrachtung geben nachfolgend die Autoren Sternberg et al. Vielleicht für all jene, die sich momentan fragen,“ was es denn ist, was sich da grad so beinahe wie Liebe fühlt“, oder auch: „was es vielleicht auch nicht ist…“ obwohl man doch so zig-fach sicher war…  Nun, ein kleiner Exkurs über die Liebe…  „Bei der Nicht-Liebe ist keine der drei Komponenten:  Vertrautheit Leidenschaft und  Entscheidung/ Bindung)  vorhanden, so dass die meisten oberflächlichen Interaktionen zwischen Menschen dieser Kategorie zuzuordnen sind. Sympathie beansprucht die Komponente der Vertrautheit bzw. Verbundenheit, wobei Sympathie in diesem Kontext in Bezug auf Gefühle zu verstehen ist, die für kurze Beziehungen und Freundschaften charakteristisch sind. Verliebtheit beinhaltet etwa die Liebe auf den ersten Blick, in der die Komponente der Leidenschaft vorrangig ist. Bei der …