Ein Rückblick – 2019

Ein Rückblick… 2019

Immer dann, wenn ein Jahr so kurz davor steht, sich zu verabschieden, ist es für mich an der Zeit, noch einmal zurück zu schauen…

2019 war als „DAS Jahr der Gerechtigkeit“ angekündigt. Ob es immer „gerecht“ war… ich vermag es nicht zu beurteilen. Was es hingegen unbestreitbar war für mich? Es war lehrreich, Liebes. Gefühlt so lehrreich, wie selten ein Jahr zuvor. Und das sage ich mit sicherer Rückschau auf inzwischen doch sehr viele „lehrreiche Jahre“…

Klar geworden ist mir in 2019 noch einmal in aller Deutlichkeit, dass wir Menschen sehr viele Pläne haben können (was ich sehr liebe… oh ja! Pläne bedeuten Visionen. Und Visionen bedeuten Aktivität, bewusst wie unbewusst), dass hingegen jeglicher -gefühlt- „bester Plan“ lediglich Plan bleiben wird… wenn es nicht DEM Plan entspricht. DEM Plan für uns. Für unsere weitere Entwicklung, und unser weiteres LEBEN, zu genau diesem Zeitpunkt… und ja, das würde ich nach 2019 sicher unterschreiben: wir können uns gerne auch radikal auf den Kopf stellen… es wird trotzdem nicht anders kommen, wie es für uns vorgesehen (!) ist.

2019 war für mich ein Jahr, in dem ich -gefühlt- unzählbar viele glücklichste Momente, Stunden und Tage erlebt habe, in dem ich hingegen auch dunkelste Phasen durchlaufen musste. Phasen, in denen ich sehr traurig war. Geweint habe. Zweifel da waren. Und ich manches mal plötzlich wieder an Stellen landete, an denen ich weder sein wollte, noch gedacht hätte, dort (doch) noch einmal hinzukommen. Erstaunlich ist, und ja, das ist ein Stück weit eben auch Sandra (nicht nur 2019, sondern immer schon), dass ich in diesen Phasen -wie gehabt- am aller stärksten schien.

Auch 2019 habe ich Menschen verlassen, von denen ich nie annahm, dass ich sie jemals verlassen werde. Und auch mich haben 2019 Menschen verlassen, von denen ich annahm, dass für sie dieses so legendäre „für immer“ gültig ist. Erkannt habe ich noch einmal in aller Deutlichkeit, dass das, was nicht (mehr) passt, eine unbestreitbare, berechtigte und auch notwendige Legitimation hat, in Frieden gehen zu dürfen. Und dass es ebenfalls einem sehr wahren Prinzip entspricht, dass das, was (ab einem bestimmten Moment) nicht (mehr) passt, auch nicht passend gemacht werden kann.

Wenn ich auf das Jahr 2019 zurückblicke, dann bin ich dankbar für all das, was mir noch einmal so deutlich aufgezeigt hat, was zu mir gehört. Und auch das, was nicht (mehr) zu mir gehört. Vielleicht sogar nie zu mir gehörte. Ich habe noch einmal lernen dürfen, dass alles, so wie es in dem Moment/ zu dieser Phase ist, richtig ist. Weil es so nicht wäre, wenn es anders sein sollte.

2019 bereitete mir noch einmal einen „von Grund auf“ neuen Boden. Einen Boden, auf dem ich nun stehe. Ein Boden, auf dem nun bereits absolut absehbar ist, dass 2020 vieles passieren wird, was mit eklatanter Veränderung in meinem Leben zu tun haben wird. „Eklatant“ – das ist hier wohl das ganz entscheidende Wort. Da ich die Veränderung liebe, freue ich mich darauf. Einerseits. Dass manche Veränderung eben auch (zunächst) schmerzhaft sein kann, und vielleicht sogar ein Stück weit „Angst“ machen könnte… das schließt die große Liebe zu ihr trotzdem nicht aus. Und auch hier ist wieder zu sagen: „auch wenn du manches nicht (…und vielleicht sogar niemals) für möglich gehalten hättest… DER Plan, der für dich bestimmt ist, Liebes, ER gibt deinen weiteren Weg vor.

2019 war ein Jahr, in dem ich beruflich grandios erfolgreich war. Ich bin so dankbar, weiterhin, für meine wunderbare Praxis. Ich bin dankbar für all die Menschen, die mir 2019 ihr Vertrauen erneut geschenkt haben, oder 2019 erstmalig ihren Weg zu mir fanden. Für mich ist diese Arbeit, so benenne ich sie, wenn ich darüber spreche, weiterhin eines meiner „größten Geschenke des Himmels“. Dass ich den gesunden, so notwendigen Blick für die „Kopplung“ zwischen Schulmedizin und weiteren hilfreichsten und SINNvollsten Alternativen finden durfte in diesem meinem Leben… das hat nicht nur mein Jahr 2019 beruflich erneut zu etwas sehr WUNDERbarem gemacht.

Ob ich 2020 weiterhin an einem weiteren „beruflichen Ort“ sein werde, der mir in den letzten 15 Jahren -gefühlt- immer „mein Ort“ war…. das werde ich erst sicher sagen können, wenn ich auf das Jahr 2020 zurückschaue. Und auch hier gilt, Liebes… Trust! Vertraue darauf, dass die Dinge bei dir bleiben, die (weiterhin) zu dir gehören. Und dass die Dinge gehen werden, die nicht (mehr) zu dir gehören. Verbiege dich nicht! Und versuche manches, ab dem gefühlten Zeitpunkt X, nicht mehr „mit aller Macht“. In dem Moment, in dem du fühlen kannst „es ist vorbei!“…. in dem Moment ist es das.

Ich habe 2019 noch einmal intensiv lernen dürfen, wie egal es doch ist, „was andere Menschen so meinen“… Menschen, die weder in meinen Schuhen gelaufen sind, noch (in Ansätzen…) die „Geschichte hinter meiner Geschichte“ kennen. Menschen, deren Mass aller Dinge die Bewertung dessen ist, was sie (ggf.) „nach außen sehen können“, die jedoch nie selbst in genau diesem meinem „Innen“ waren. Ich habe noch einmal lernen dürfen, dass ich als neutrale Freundin gefragt bin. Immer, wenn ich wirklich helfen möchte! Und eben nicht als eine, die mit Tipps und Ratschlägen und Kopfschüttelei über Entscheidungen und Handlungen damit lediglich noch weitere Kanister Öl ins Feuer wirft, wenn mein Gegenüber sowieso schon -gefühlt- in Flammen steht. Wir sind nicht die Entscheider über die Liebe anderer Menschen. Wir sind nicht die Entscheider, Liebes! Und ja, 2019 hat sich auch für mich noch einmal so deutlich gezeigt, dass eine primäre „Unparteilichkeit“ in Belangen, in denen Rat erfragt wird, mein Weg ist, wenn mir ein Mensch tatsächlich am Herzen liegt.

2019 habe ich mir endgültig abgewöhnt, Beziehungen anderer Menschen zu bewerten. Ich habe mir endgültig abgewöhnt, meine „gewichtige Meinung“ als einzig richtig zu betrachten, innerhalb der Entscheidungen oder auch nicht-Entscheidungen anderer Menschen, innerhalb IHRER (!) Beziehungen… und ich habe mir abgewöhnt, traurig oder enttäuscht darüber zu sein, wenn ich mir selbst das neutrale, hilfreiche Gespräch ersehnte, schlussendlich aber auch nur kopfschüttelnd angeschaut wurde, wenn ich es anders machte, als es der erwarteten „Norm“ meines Gegenübers entsprach.

2019 habe ich viele tolle Menschen kennengelernt. Auch innerhalb des sozialen Netzwerkes Facebook, meiner mir wertvollen Fanseite Follow your InnerVoice und der (in diesem Jahr entstandenen) dazugehörigen Gruppe. Menschen, die mir so nah und wert geworden sind, Menschen, die ich bisher (noch) nicht persönlich kennenlernen durfte, bei denen ich trotzdem das Gefühl habe: „Ich sehe dich! Und du siehst mich!“. Schwestern im Geiste. Frauen, die ebenso aus dem Herzen leben. Frauen, deren Geschichte ich kenne, die mir ihre Ängste, Sorgen, Freuden und auch Geheimnisse anvertraut haben. Ich sage danke für dieses große, wertvolle Geschenk. Ich sage zudem danke für jedes einzelne „Sandra? Wie geht es DIR denn gerade?“ aus dieser Richtung. Ich sage all jenen danke, die verstanden haben, dass „professioneller, erfolgreicher Coach sein“ nur EINE Rolle ist von den vielen, vielen Rollen, die wir ausfüllen. Und dass es neben dieser Rolle noch viele weitere gibt!! Die Frau… die Freundin…. die Mutter… – um nur mal bescheidene 3 zu nennen.

2019 habe ich auch hinter Fassaden schauen dürfen. Hinter die Fassaden von Menschen, die nach vorne lächeln und -parallel- nach hinten „töten“. Phasenweise dachte ich 2019: „Wann wohl stellt sich deine Verbitterung darüber ein, Sandra?“. Erstaunlich war, dass sie nicht kam. Viel eher hatte ich immer wieder das große Glück, auf meine tief verankerten inneren Ressourcen zurückgreifen zu können… eine davon ist, dass ich Mitgefühl an den Stellen aufbringen kann, an denen ein (scheinbar) „bösartiger Mensch“ nichts anderes braucht als tiefes Mitgefühl… wenn du dir sein Leben, seine Biografie, seinen (oftmals so offensichtlichen!) Mangel und „seine Geschichte dahinter“ einmal sehr genau betrachtest. 2019 habe ich mehrfach auf Follow gepostet, dass das, was Sarah über Paula sagt, mehr über Sarah sagt, als über Paula. Das war nur eine Philosophie von vielen, Liebes, die mich in 2019 getragen haben, wenn es recht „dick“ kam.

2019 hatte meine Mutter einen sehr schweren Unfall. Seit Januar 2019 können wir -verbal- nicht mehr miteinander sprechen. Oftmals habe ich in diesem Jahr unsere chronischen Mutter-Tochter-Streitereien vermisst. Und oftmals habe ich gedacht, dass ich nun so viel lieber in alter Manier mit ihr streiten würde, als dieses „Schweigen für immer“ zu ertragen.

2019 liefen meine beiden Töchter zu Höchstformen der Pubertät auf. Ich war oft erstaunt in diesem Jahr, dass viele meiner geliebten Lehrbücher, auch jene der Entwicklungspsychologie, seit Jahren meine Regale zieren, diese „live erlebte Realität“ jedoch auf keiner einzigen Seite tatsächlich beschrieben steht. Klar geworden ist mir auch 2019 wieder, dass meine Töchter nicht nur meine grössten Lieben auf dieser Erde sind, nein. Klar geworden ist mir viel eher nochmal, dass Liebe vor allem dann zum tragen kommt, wenn sich dein Gegenüber wahrlich alles andere als „liebenswert“ verhält. Meine Kinder waren mir auch 2019 erneut die blanksten Spiegel und besten Lehrer. Sie sind meine Wurzeln. Und so lange das so ist, werde ich immer wissen, was Sinn bedeutet. Selbst wenn er manchmal eben auch mir verloren scheint. Dass ich den besten Mädchen-Papa bekommen habe, den diese Welt ab dem Jahr 2005 überhaupt zu bieten hatte… ich glaube das erwähnte ich schon mal in den letzten Jahren! Ich danke dir sehr!! Für alles!

2019 war mein Jahr der Entscheidungen. Und ja, die Liebe hatte hier sicherlich ihren „Zenit“. Ich habe vieles „richtig“ gemacht. Aber auch sehr vieles „falsch“. Ohne eine Definition dessen zu geben (du weißt selbst, Liebes, es gibt kein richtig oder falsch…), habe ich mich immer wieder für das „dafür“ entschieden, auch wenn das „dagegen“ ebenso oft Fakt war. Unsere Partner sind unsere grössten Spiegel, neben den Kindern. Und auch hier gilt: wo sehr viel Licht… da sehr viel Schatten. Schlussendlich sind es unsere Partner, die uns mitten durch die Wunde gehen lassen. Durch unsere (!) Wunde. Durch all das, was immer noch nicht heil ist. Und nicht gut. Und nicht zu Ende „bearbeitet“. Ich bin sehr froh, über alle Entscheidungen, die ich getroffen habe. Und nein, es interessiert mich nicht in Ansätzen, ob diese Entscheidungen für „die Außenwelt“ nachhaltbar waren. Oder „für gut befunden wurden“. Mein Leben. Meine Entscheidungen. Meine Liebe. Mein Wille. Meine Konsequenzen. Und das auf allen Ebenen.

2019 werde ich nun noch ein bisschen…. Ordnen. Sortieren. Aussortieren. Bestätigen. Bestärken. Verabschieden. Loslassen. Einladen. Bejahen. Verneinen. Gesunden. Reinigen. Hinzufügen. Leben. Lachen. Genießen.

Und ja, in den letzten Zügen von 2019 werde ich mich auch auf Facebook noch ein bisschen umsehen, ja. Ich werde mir noch einmal sehr bewusst anschauen, wen ich auch 2020, auf meiner weiteren Reise, so gerne dabei hätte…. und wer mir für dieses Reisegepäck im neuen Jahr einfach zu schwer, zu (inzwischen) entfernt, oder auch -schlicht und ergreifend- zu „nichts sagend“ geworden ist. Die so große Virginia Satir hätte das nicht besser auf den Punkt bringen können:

„Ich glaube daran, dass das größte Geschenk, das ich von jemandem empfangen kann, ist, gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden. Das größte Geschenk, das ich geben kann, ist, den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren. Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt.“.

Menschen, die in meiner Liste verweilen, jedoch außer „dort zu verweilen“ in keinem echten Kontakt (mehr) zu mir stehen, die werde ich heute noch sehr liebevoll verabschieden. Ich bedanke mich auch hier für den Teil des gemeinsamen Weges und wünsche von Herzen „Alles (ist) Liebe!“.

Ich hoffe, dass meine Menschen eine erholsame Weihnacht 2019 erlebt haben (unsere „2. Weihnachtstag-Sause“ startet heute nochmal in voller Pracht, und ja, das wird super!!). Ich wünsche euch von Herzen eine schöne Zeit, sehr viel Gesundheit, Zufriedenheit und tolle Stunden! Ich wünsche euch Spaß! Ruhe! Lachen! Gemeinsamkeit! Gefühlten inneren Frieden und natürlich eine tolle Party -in welcher Art auch immer-, wenn uns das Jahr 2020 begrüßen wird. „Enjoy it!!!!!!“ – vielleicht ist das das Motto, das einfach immer zählt 😌

Sandra

  1. Du Wahnsinns-Weib, habe gerade deine so wundervollen Worte zum Jahresrückblick 2019 gelesen. Ich konnte beim Lesen spüren wie sehr auch Du aus dem Herzen denkst und lebst und sprichst und finde mich in deinen Worten immer so wieder. Du hast die Gabe Gedanken in Worte zu fassen, Worte die berühren, die zustimmendes Kopfnicken auslösen und in denen ich mich sooooo sehr wiederfinde. Vorallem kann ich aber aus tiefstem Herzen sagen, dass von allen Menschen, von denen ich auf Facebook oder auf Instagram lese, DU die bist, die mich am meisten inspiriert, von der ich am meisten lerne, wenn ich das so sagen darf. Ich lese deine Texte nicht nur und like, sondern ich denke vorm Liken und danach noch lange drüber nach. Du hast immer Tiefe in deinen Worten. Und mir sprichst Du mit deinen kurzen Texten aus der Seele. Es passt einfach. Und das ist so selten! Ein Dank an Dich, auch wenn wir uns garnicht persönlich kennen, aber Du gehörst zu den Menschen/Frauen, die mein 2019 sehr bereichert haben. Ich drück Dich aus dem hohen Norden und wünsche Dir ein WUNDER-volles 2020. Silke (loewenmaedchen62 auf Instagram).

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