Von Kardinalsätzen und Wassereimern

Manchmal gibt es sie, diese „Kardinalsätze“. Ich bezeichne sie gerne so. Auch, weil sie den Effekt haben, den sonst nur ein Eimer kaltes Wasser hat. Der uns in einem Zustand der absoluten „Benebelung“ über den Kopf geschüttet wird. Und nach dem wir wieder wach sind. Wach – und gefühlt ist es dann oft so, dass wir uns wieder fühlen. Aber auch „anders fühlen“, so ganz generell. So, als wären wir ewig lang in einem tiefsten Schlaf versunken gewesen. Ein Schlaf, in dem wir nichts wirklich kapiert haben. Wie auch? …. so ohne volles und vor allem klares Bewusstsein.

Ein solcher Kardinalsatz ist mir bis heute in Erinnerung. Ich nenne ihn in genau den Momenten, in denen ich gefragt werde: Sandra, was ist der Moment? Wann genau ist es so, dass ich kapiere, vor allem jedoch realisiere, welchem Gespinst ich da aufsitze und immer weiter nacheile? Welches Geschehen ist es, das plötzlich möglich macht, was bisher so schier unmöglich schien? So schier unmöglich…. ihn endgültig loszulassen? Gefühlt tatsächlich loszulassen? Innen loszulassen. Außen loszulassen. Symptomatisch loszulassen… weil spürbar ist, dass das Interesse, einem ungebremsten Sturzflug gleich, gen Null rauscht? Weil endgültig klar ist: ich will überhaupt nicht weiter hoffen… weil ich ihn gar nicht mehr will!!“ –

Ja, Liebes, es gibt sie, diese wachmachenden Kardinalsätze, die gleichsam so heilsam sind. Kardinalsätze, die dich befreien, weil sie dich erlösen. Weil sie deine innere fernab des klaren Blickes- Fata Morgana verabschieden. Puff! – ohne dass es weiterhin weh tut. Viel eher so ein „Puff“, dass du dem so gern noch ein „Klatsch“ anfügen würdest. Frontal vor deine Stirn. Fast ein Stück weit belustigt, wie ferngesteuert du warst.

Ein Kardinalsatz, Liebes, der bei mir dazu führte, nach langen, langen Monaten der Hoffnung, der Gespräche, der Bettelei, der Zieherei, der Initiative, der Trauer, des Vermissens, der x-fach Klärungsversuche, der never ending Träumerei, der konkreten Frage auf repeat: kommst du zurück zu mir?? – WACH ZU WERDEN?

(… sagte ich schon, dass es kein heilsameres Gefühl gab, als dieser Moment, wo mir der Schleier von den Augen fiel??) ……….

Ok. Du möchtest ihn also hören? Meinen Kardinalsatz, der meine Welt von jetzt auf gleich zurück „auf Kurs“ rückte? Der mich zurück holte in die Realität, und das klare Bewusstsein: WAS mache ich hier? Monat…. um Monat…. um Monat und Monat!????

Ok, Liebes. Hier ist er:

„Ich könnte gar nicht zu dir zurückkommen. Selbst wenn ich das wollte…. denn….

…. was würden meine Freunde und mein Umfeld denn dazu sagen!???“ –

Ja, Liebes, ein einziger Kardinalsatz kann dazu führen, dass du binnen von 5 Sekunden wach wirst. 5 Sekunden, in denen du begreifst (denn länger dauerte es nicht, obiges auszusprechen…) dass du einen Mann, dem das klare Standing fehlt, innerhalb einer der wohl entscheidendsten Fragen des Lebens… gar nicht an deiner Seite haben möchtest. Heilung, Liebes. Du fühlst sie genau in dem Moment. Denn der Moment eines Kardinalsatzes ist es, der dem Eiertanz ein heiles, volles, klares und ENDgültiges Ende bereitet.

„Tanz nun alleine weiter, auf deinen Eiern“, das denkst du noch, am Schluss. Du denkst es nicht bös. Du denkst es nicht feindselig. Du denkst es nicht mit Rache-Gebaren durchtränkt. Nein, all das ist weg. Puff!! Sagte ich schon. Du denkst es viel eher ruhig. Entspannt. Erlöst. Und du denkst es vor allem „total wach“, wie du wacher wahrscheinlich niemals warst.

Ich wünsche dir einen Kardinalsatz, Liebes.

Namasté.

Hier darfst du, Liebes... (auch die Gedanken sind... FREI!)

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