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Der Neid frisst DICH! Sei gewiss!

Sonnenkinder des Schicksals erregen selten freundliche Gefühle. Die meisten Freunde verdankt der Mensch dem Umstand, dass er ihnen keinen Grund für Neid gibt.

Ein schnelles Auto, ein delikat gefüllter Kühlschrank, ein riesiges Fernsehgerät, eine gut gefüllte Geldbörse? – DAS ist der Nährboden, denkst du? Bewahre, nein! Wie lustig. Und so unschuldig, deine Gedanken :-) 

Ansehen, Charisma, Ausdrucksstärke, Erfolg, nettes Aussehen, erfüllende Beziehungsstrukturen, gesunde Kinder – des erkorenen Kontrahenten – DAS sind viel eher die schmerzenden Wurzelstränge der fauligen Kloake, in der ein an Neid Erkrankter steht. Bis zum Hals. Wenn nicht höher.

Ein Kardinalsymptom (auch Leit- oder Kernsymptom) ist ein Begriff aus der Medizin. Er steht für das bedeutsamste Zeichen einer bestimmten Erkrankung oder Verletzung, welches als Orientierungshilfe zur Diagnosefindung dient. In der Homöopathie bestimmt das Kardinalsymptom das „Mittel der Wahl“ innerhalb einer Behandlung.

Rette erfolgreich (!) Hunde – und sieh dir an, mit welchen Menschen du ab diesem Zeitpunkt in Resonanz gehen wirst. „Ein spannendes Experiment?“, fragst du. Ganz bestimmt, antworte ich.

Gezeigter Neid in der Öffentlichkeit? – nein, würde der Erkrankte damit recht wenig Ansehen genießen. „Ich mag keine Neider!“ oder „Neid ist mir ja so was von fern!“ – gern gewählte Feststellungen der beherzten Gesellschaft :-) Und genau deshalb tarnen sich Erkrankte mit der geschickten Rhetorik einer „doch sehr berechtigten Kritik, die es schließlich mal anzubringen gilt, hinsichtlich Person XY“, und der eigenen „doch so selbstlosen Gerechtigkeit“, deren Ziel doch lediglich verfolgt wird, mit diesem charakterstarken Gutmensch- Tun, das es doch nur gut meint (… mit den armen Unwissenden, „die doch mal aufgeklärt werden müssen über Person XY“… der Ehrlichkeit halber, versteht sich ;-)

Und die wahrhaftige Pathogenese ist? Richtig! Der Erkrankte missgönnt seinem Schmach verursachenden Objekt den Erfolg, die Intelligenz, die Eloquenz, die strahlende Kraft oder (… ganz oben in der Skala) die Schönheit und/ oder freundschaftliche Verbundenheit zu Menschen seiner eigenen (in aller Regel unerfüllten!) Begierde. Sein eigenes Dasein erscheint dem Erkrankten dadurch um so ärmlicher, wertloser, hässlicher und leeeeeeeer. – schnief -.

Der Erkrankte drückt sich herum, schleicht umher, wählt Umwege und hält sich an Dritte. Begierig sammelt er Hinweise, die sein Gefühl bestätigen. Er pflegt Klatsch und Tratsch und fühlt sich am wohlsten im Gerede über Menschen, die nicht anwesend sind. Nichts ist ihm lieber, als üble Nachrichten über seinen Erzfeind zu hören und seine Aversionen an das nächste Ohr zu bringen. Mit Vergnügen ergeht er sich in Schmähungen, stellt die Fehler des anderen heraus und wertet dessen Leistungen ab. Hört er zufällig vom Missgeschick seines Widersachers, will er sofort alle Einzelheiten wissen. Zugrunde gehen soll dieser doch endlich, mit seiner Klugheit. Verbrennen soll er in seinem Lob und Ansehen.

Und es schmerzt. Es schmerzt so unendlich in des Erkrankten Brust. Die bittere Erkenntnis über das gefühlte eigene Ungenügen, den inneren Mangel, die energetische Armut, die eigene Erfolglosigkeit, das bloße „geduldet sein“, anstelle gefühlter Freundschaft – all dies bliebe ihm erspart, gäbe es sie nicht, seine quälenden Spiegelmenschen. Sie sind es, die den Erkrankten auf sich selbst zurückwerfen und das zerfressende Gefühl auslösen, dümmer, passiver, talentfreier und weniger begehrenswert zu sein. Der chronische Vergleich ruiniert die Selbstachtung des Erkrankten latent und füttert seine Missgunst in Häppchen oder ganzen Brocken. Unerträglich ist sein innerer Strudel.

Ein Wutausbruch vor Publikum wäre ruinös, aber Nichtstun gleichfalls schier unerträglich. Neid ist ein so einsames Laster, denn es frisst seinen eigenen Herrn. Aber wie soll er es anstellen, sein wahres Ansinnen in die Tat umzusetzen? Durch Lüge und Tücke? Durch eine offene Attacke? Wie kann er sich innere Genugtuung verschaffen, ohne Schlupfwinkel, Schleichwege und Hintertüren?

Obwohl er sich gern als Künder der Gerechtigkeit verkleidet, als Großherz und Gutmensch, zielt der Erkrankte keineswegs auf gütlichen Ausgleich. Nicht das Glück für alle ist sein Ziel, auch wenn er dieser Schauspielkunst zumindest nach außen temporär Herr sein mag. Nein, was ihm selber fehlt, das soll der andere entbehren. Er will der Schönheit das Gesicht zerkratzen.

Wer nichts hat, will meist nur wenig. Wer etwas hat, will immer mehr. Und wer scheinbar alles hat, der will etwas ganz anderes.

Und das Tröstliche für alle tapferen Schaffer, Maker, Aktivisten, Erbauer, Vollbringer und natürlich: ERTRAGER?

Wenn Leute zusammenkommen und ihr Übelwollen und ihre boshafte Missgunst über andere ausgießen, fällt alles Schädliche in zehnfacher Kraft auf sie selbst zurück.

Das ist ein universelles Gesetz.

Gute Besserung! :-)