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:-) Immer mehr Menschen begreifen, dass das äußere Leben ein Spiegel ihres inneren Lebens ist – dass Situationen stets etwas mit ihnen zu tun haben. Die nächste offensichtliche Frage ist dann: „Und was genau soll mir diese Situation nun sagen?“ Es gibt derzeit viele Versionen und Interpretationen des Spiegelgesetzes, von denen ich nicht allen in ganzem Ausmaß zustimmen kann. Für mich sagt es jedoch ganz sicher Folgendes aus:

„Alles, was in meinem Leben auftaucht, ist ein Spiegel meines Bewusstseins und zeigt mir mein eigenes Inneres.“

Das Leben mit all seinen vielen Stolpersteinen hat nur einen Zweck: Selbsterkenntnis. Hört sich zunächst reduziert an, ja, mag sein. Nichts desto trotz bin ich überzeugt von dieser „grundlegenden Basis“ des Lebens, dass alle Umstände, Personen und auch (wiederkehrende!) Situationen schlussendlich nur eine einzige „gutmütige Verschwörung“ bilden, die uns restlos alles bietet, was wir benötigen, um Wunden zu heilen, unser eigenes Potenzial verwirklichen zu können und unser wahres Wesen – unser Sein – zu erkennen. Der Weg durch das Leben ist dabei der Weg durch das eigene Innere: alles, was passiert, dient der Entwicklung und alle Menschen und Geschehnisse tragen eine ganz klare, eindeutige Botschaft dafür.

Es gibt so viele Ebenen des Verstehens. Menschen sind es gewohnt, alles mit dem Verstand zu begreifen. Doch für den inneren Prozess ist der Verstand oft nicht das richtige Werkzeug, um nicht zu sagen: das verkehrte Werkzeug! Es macht einen dann oft „fast wahnsinnig“, weil man sich den Kopf über Dinge zerbricht, die man eigentlich nur fühlen kann. Denken, Hirn anschließend zermartern oder fühlen – zwei gänzlich unterschiedliche Paar Schuhe!

Wann immer eine Situation auftaucht, über die wir innerlich stolpern, beginnen wir zu grübeln: „Was soll mir das nun sagen?“ – und zerbrechen uns – in aller Regel – darüber dann tagelang den Kopf. Diese Situation hat schon auch eine gewisse Komik, denn im Grunde genommen fragt uns das Leben: „Hier, nun schau hin, was sagt dir das?“ und wir stellen dem Leben einfach die gleiche Frage zurück :-)

1. SPIEGELGESETZ

Alles, was mich am Anderen stört, ärgert, aufregt und/ oder in Wut geraten lässt und ich anders haben will, habe ich selbst in mir. Alles, was ich am Anderen kritisiere und bekämpfe oder verändern will, kritisiere, bekämpfe oder unterdrücke ich in Wahrheit in mir und hätte es gerne anders.

2. SPIEGELGESETZ

Alles, was der Andere an mir kritisiert, bekämpft und verändern will, und mich das dann verletzt, betrifft mich selbst – denn genau dies ist in mir noch nicht erlöst. Mein Ego ist beleidigt – und noch stark.

3. SPIEGELGESETZ Alles, was der Andere kritisiert an mir und mir vorwirft oder anders haben will und bekämpft, und mich dies nicht berührt, ist dann sein eigenes Bild, sein eigener Charakter, seine eigenen Unzulänglichkeiten, die er auf mich projiziert.

4. SPIEGELGESETZ Alles, was mir am Anderen gefällt, was ich liebe an ihm, bin ich selbst, habe ich selbst in mir. Ich erkenne mich selbst im Anderen. Wir sind in diesen Punkten eins.


Wenn du diese Gesetze erkannt und verinnerlicht hast, wirst du Folgendes verstehen und auch ERLEBEN (.. sei dir gewiss): 

  • Wenn Du Dich selbst kritisierst oder verurteilst, dann werden Dich auch andere kritisieren und verurteilen.
  • Wenn Du Dich selbst verletzt, dann werden Dich auch andere verletzen.
  • Wenn Du Dich selbst belügst, dann werden Dich auch andere belügen. 
  • Wenn Du Dir selbst gegenüber nicht verantwortlich handelst, dann werden auch andere unverantwortlich gegen Dich sein.
  • Wenn Du Dich selbst beschuldigst, werden Dich auch andere beschuldigen.
  • Wenn Du selbst nicht auf deine Gefühle achtest, dann werden auch andere nicht auf Deine Gefühle achten.
  • Wenn Du Dich selbst liebst, dann werden Dich auch andere lieben.
  • Wenn Du Dich selbst respektierst, dann werden Dich auch andere respektieren.
  • Wenn Du Dir selbst vertraust, dann werden Dir auch andere vertrauen.
  • Wenn Du ehrlich zu Dir selbst bist, dann werden auch andere ehrlich zu Dir sein.
  • Wenn Du Dir selbst Anerkennung schenkst, dann werden Dir auch andere Anerkennung schenken.
  • Wenn Du Dich selbst schützt, dann werden Dich auch andere schützen.
  • Wenn Du Dich an Dir selbst erfreust, dann werden sich auch andere an Dir erfreuen.

Es ist schon faszinierend, denn in diesen 4 Gesetzen sind doch nahezu ALLE Antworten  enthalten, die ein Mensch braucht, um glücklich (mit sich selbst) zu werden. Du findest beim genauen Hinsehen dabei Antworten auf (auch deine) so oft gestellte Fragen, wie zum Beispiel:

  • was mache ich denn nur falsch?
  • warum passiert immer mir so was?
  • weshalb meidet mich das Liebesglück?
  • warum mag mich keiner?
  • was hat sie/ er was ich nicht habe?
  • weshalb habe ich dauernd Angst?
  • weshalb stoße ich immerzu an meine Grenzen?
  • bin ich beziehungsunfähig?
  • wo geht’s im Leben bloß lang für mich?
  • weshalb gibt es für mich nie eine Wunscherfüllung?
  • u.s.v.m.

Die Sache ist: die Frage ist bereits der entscheidende Punkt, an dem du deine Wahrheit findest. Es geht um deine Wahrheit, (d)ein sog. „inneres Erinnern“. Aber was heißt denn überhaupt Wahrheit? Und vor allem: „wie weiß ich denn, was meine Wahrheit ist?“. Genau DAS ist eigentlich die alles entscheidende Frage und der Sinn der ganzen Sache: Niemand anders kann dir das beantworten! Du bist die Antwort!

Es ist so, als käme die Situation XY zu dir, um dich zu fragen: „Hier bin ich nun für dich. Und? Wie bist du gerade? Was bist du gerade? Wie bist du im Verhältnis zu mir, der Situation? Was glaubst du über dich? Was ist jetzt gerade für dich wahr? Was fühlst du? Und? Was wählst du nun???“

Der Trick ist diese Fragen zuzulassen, sie fast ein bisschen „in sich hineinfallen zu lassen“, um die Antworten dann spüren zu können. Dieses Schauen nach innen zeigt uns die Muster in unserem Leben, die sich – in der Regel – immer wiederholen. Es zeigt uns auch, wer wir gerade sind. Das Leben zeigt uns einen Spiegel und sagt: „Fühl mal, DAS bist DU gerade. Dient dir das wirklich? Ist das wirklich deine Wahrheit, die dich weiterbringen wird?“. Muster können aufgelöst werden! In dem Moment, in dem sie „durchschaut“ wurden. Denk immer daran: Muster sind Chancen! 

Das zunächst einmal intellektuelle Sehen und Verstehen unserer Muster kann durchaus wichtig sein, ja. Haben wir ein Muster erstmal begriffen, beginnen wir (endlich!) uns selbst zu durchschauen. Sobald eine (diese!) Klarheit im Fühlen besteht, begreift es auch der Verstand und findet dann entsprechende Worte dafür (manchmal sind es auch Bilder, die antworten). Die Kunst ist die Fragen in das eigene Sein hinein zu stellen, NICHT in den Intellekt (sprich: den bloßen Kopf!)

Es gibt nicht immer auf alles eine intellektuelle Antwort. Der viel, viel wichtigere Teil ist deshalb der innere Prozess der Selbsterkenntnis, der angekurbelt wird, durch die Frage selbst. Das Leben stellt uns immer wieder die richtigen Fragen (auch wenn wir das lange Zeit erstmal nicht wahrhaben wollen, klar), und fordert uns heraus, immer wieder den Strom der Richtigkeit in uns zu finden – besonders an den schwierigen Stellen, den Graubereichen und unseren blinden Flecken.

(So zu leben heißt übrigens nicht, immer und zu jeder Zeit alle Antworten zu wissen! Ganz im Gegenteil. Es bringt dich eben auch immer wieder dahin, es nicht zu wissen und keine definitive(n) Antwort(en) zu haben. Und damit befinden wir uns in einem Prozess, der – dem Himmel sei Dank – nahezu täglich neu stattfinden darf :-)