Gemörserter Rosenquarz und weitere „Thesen“ zur sog. „Selbstliebe“

Gestern habe ich einen so grotesken Mist gelesen. So grotesk, dass ich heute immer noch kopfschüttelnd darüber nachdenke, ob sich manche „Autoren“ wohl irgendwann mal bewusst (!) darüber werden, was sie da so lapidar in die Welt tröten? Anders gefragt: kann es sein, dass manche Menschen nicht den Hauch eines Auswirkungsbewusstseins haben!?

Und ja Liebes, auch wenn ich „Bewertungen“ dieser Art und Weise nicht wirklich mag, ist es manchmal ein bestehender Fakt, dass grotesker Mist  grotesker Mist ist. Nicht mehr. Und nicht weniger. Und manchmal kann genau dieser Mist zu einem inzwischen so hohen Misthaufen aufgetürmt sein, dass ein lockeres „drüber hinweg schauen“, selbst mit einer Resonanz- resistentesten Nervenlage, kaum noch möglich scheint.

Der Inhalt dieser „möchte gern spirituellen Binsenweisheiten“ beschäftigte sich natürlich wieder einmal mit was!? Na klaaaaaaar…. „Liebe dich mal fleißig selbst!!! Ohne links… ohne rechts…! Hör mal endlich auf damit, dir auch nur ansatzweise (!) irgendwas in deinem Köpfchen vorzustellen (… Visionen!? Pläne!? Ziele!? – nein, bloß nicht, Liebes, blooooooß nicht!!! Denn Erwartungen und Verbindlichkeiten sind nichts anderes als eine mangelnde Ganzheit!! Deine mangelnde Ganzheit! Klar!) Nimm nun endlich mal komplett an, wie es nun mal ist (… egal wie vermurkst es auch ist …!! Vermurkst und so dringlichst (!) danach schreiend, endlich den Ar…. hochzubekommen um Veränderung zu schaffen!! … ) Dein Partner liebt dich nicht!? Dein Problem, Liebes!! DEIN Problem!!! (… welches du natürlich nur und ausschließlich hast, weil DU dich nicht ausreichend liebst!!! Bingo!!!! Würdest du DAS doch endlich mal tun, dann wärest du erlöst! (… und gleichsam alles LOS, was dir bisher ggf. wichtig war!)… Bleib bei diiiiiiir, Liebes… bei diiiiiiiiiiir!!! … in Form eines rosa gestrichenen DIXI-Klo aus Beton, in dem du gefälligst glücklich zu sein hast…. Allein, Liebes!!!! Allein!!!!!! … sofern du das Konzept der Selbstliebe doch endlich mal begreifen würdest!! Dann würde das auch klappen!! Und nur sooooooo wird es klappen!!! … und wenn nicht, dann bist DU selbst schuld!! Und nur DU!!!! (… klar!). Ommmmmmm….. und Namasteeeeeeeee in siamesischem Style vereint… ein Schreibstil, der die Räucherstäbchen dieser Welt vereint. Alle (!) Räucherstäbchen dieser Welt. Klar.

O- Ton dieses „Artikels“ nun mal in Sinn-Deutsch? Ok… „Je klarer deine Vorstellung ist, wo dein Weg hingehen soll, um so wahrscheinlicher ist es, dass genau das dein Hindernis werden wird!“ Und wenn du doch nur endlich, endlich bereit wärest, deine Augen zu öffnen und deine Hände gefaltet gen Himmel zu strecken! Dann (!) wäre deine Bedürftigkeit endlich überwunden.. und dein Blümchenkleid würde dein freies Herz dreimal reinlassen! Und noch einmal: Alleine versteht sich! Alleine, Liebes!! Nuuuuuur mit dir!!!! Nuuuuuuuuur mit dir!!!

… und aaaaatmen…. einatmen.. und ausatmen… und noch einmal…

Ok, Liebes. Nachfolgend möchte ich dir dazu nun mal einen kleinen Auszug aus der großartigen Feder von Ilja Grzeskowitz vorstellen. Ilja Grzeskowitz, (… für all jene, die ihn ggf. nicht kennen) ist Wirtschaftswissenschaftler, Autor und globaler Keynote Speaker für Veränderung, Innovation und Transformation. Und warum zitiere ich nun ihn in diesem Kontext? Nun… weil es de fakto auch Menschen gibt, die innerhalb einer fundiert-thematischen Auseinandersetzung Fakten herausgeben. Fakten, die innerhalb des professionellen Coachings zieldienlich für KlientInnen sind! Zieldienlich allein deshalb, weil sie den Menschen aktiv und TATsächlich aus stoisch-passiven „Lass looooooooos-Schleifen“ holen und in die Veränderung bringen! Und mit entsprechend fundiertem Inhalt (!) verdeutlichen, dass es dann und wann wohl tatsächlich mehr bedarf, als sich 3 mal täglich mit gemörsertem Rosenquarz zu bestäuben…!

Jede Veränderung basiert auf drei starken Säulen:

1) Einer echten Entscheidung

2) Einem klaren Ziel

3) Langfristigem Dranbleiben

Und auch, wenn es so einfach klingt, so scheitern die meisten doch schon bei Punkt eins. Warum? Weil sie nicht bereit sind, die notwendige Entscheidung zu treffen. Weil sie sich alle Optionen offen halten wollen. Weil jede Entscheidung für etwas auch immer eine Entscheidung gegen etwas ist. Doch diese zögerliche Haltung ist trügerisch. Denn wer sich nicht traut, eine für die eigene Zukunft bedeutsame Entscheidung zu treffen, dem wird diese sehr häufig abgenommen, wenn andere sie treffen.

Vielleicht sollte der obigen Liste daher noch ein Punkt vorangestellt werden:

0,5) Entscheide Dich, eine Entscheidung zu treffen!

Welche wichtige Entscheidung hast Du in der letzten Zeit getroffen?“

(Ilja Grzeskowitz)

Liebes, lass dich nicht immer wieder täuschen, von genau jenen, die dir implantieren wollen, dass jegliches gefühlte Bedürfnis falsch sei! Lass dir nicht implantieren, dass es der Weg aller Wege sei, plan-, ziel- und sinnlos in den Tag hinein zu eiern, und alles mal ausschließlich so zu lassen, wie es ist, weil es nur dann kein Mangel ist! Und weil du nur dann „bei dir bist“. Deine Bedürfnisse zu (er)kennen, das ist wichtig! Visionen zu haben, das ist wichtig! Und ja, natürlich sind auch Ziele wichtig! Klar formulierte Ziele! Gerade sie sind so enorm wichtig!!! Denn dein „Warum“… genau das ist der Motor für dein „Wie“!

Oft fragen mich Klienten, was denn der Unterschied zwischen Selbstliebe und Egoismus sei. Wenn ich in Coaching und Beratung von Selbstliebe spreche, dann meine ich damit, dass der Klient sich selbst mit all seinen Licht- und Schattenseiten annehmen darf! Dass er sich nicht mehr bewertet in „gut“ und „schlecht“, sondern sich genau so liebt (lieben lernt!), wie er ist. Meist begleitet dies dann auch weitere so wesentliche Themen in diesem Kontext der Selbstliebe…. wie z.B. Selbstachtung, Selbstvertrauen, Selbstwert und Selbstbewusstsein.

Ein Mensch, der sich selbst liebt, dieser Mensch lebt in einem Gefühl der Fülle! Und genau DA liegt er jedoch, der wesentlichste (!) Unterschied! Selbstliebe bedeutet niemals (!) dass du nur dich und ausschließlich dich, danach erstmal niemand anderen, dann wieder dich, und dann ggf. mal deinen Partner liebst!

Selbstliebe bedeutet nicht und niemals, nicht sagen zu dürfen, dass du an jemandem hängst, und diesen jemanden sogar brauchst (!) für dein Glück! Glück, welches natürlich (!) auch (!) in dir liegt, welches durch deinen Partner aber auf schönste Art und Weise vervollständigt wird! Es ist etwas WUNDERbares zu sagen: „JA!! Ich liebe es, in der Symbiose mit meinem Partner zu sein! Weil mich genau dieser Partner ganz (!) macht, wo ich vorher gar nicht halb war!“.

Weißt du, Liebes, ein Fakt ist es auch, dass manche Menschen gar nicht fähig sind, in die tiefe Liebe zu einem anderen Menschen einzusteigen. Dem liebesFÄHIGEN Menschen dann jedoch einreden zu wollen, „dass der Fehler aber bei ihm liegt, wäre er ja schließlich der, der anscheinend nicht mit sich selbst sein kann“… das ist für mich inzwischen nicht nur grotesker Mist, nein. Es ist für mich inzwischen das schädlichste (!), was absolute Egoisten (!), gut getarnt in ihren selbstgenähten Lichtgewändern, überhaupt propagieren können!

Du darfst (!) bedürftig sein, Liebes!! Immer und immer wieder!!! Denn genau diese Bedürftigkeit (… dieses so tolle, inzwischen jedoch leider völlig verpönte Wort allein…Hilfe! ) ist der Antagonist (!) zu deiner Kraft, deiner Stärke, deiner Autonomität, deines enormen Standings und deiner täglichen Großartigkeit! Du darfst (!) fühlen, dass du lieber zu zweit bist, als alleine! Weil dich genau dieses „zu zweit“ so heil fühlen lässt, ohne vorher „unheil“ gewesen zu sein! Du darfst (!) sagen: „du, ich brauch dich jetzt! Und genau jetzt, weil ich es allein grad so schwer und mühsam finde! Weil ich gefühlt sehr viel stärker wäre, wenn du mir jetzt mal etwas von dir abgibst…“. All das DARFST du, Liebes, weil es das ist, was liebende Herzen fühlen und aussprechen! Du darfst (!) Vorstellungen, Visionen, Erwartungen und Bedürfnisse haben!! Und diese genau so formulieren an dein Gegenüber! Genau so, wie es absolut WUNDERbar ist, deine Ziele zu sehen und zu spüren! Und diese natürlich auch klar zu formulieren und laut auszusprechen!

Und bitte… bevor du immer und immer wieder an deinem „richtig“ zweifelst… schau dir sehr genau an, wer dir dein „falsch“ immer wieder implantieren will. Auch das könnte sehr klärend und ZIELdienlich für dich sein. Und vielleicht, Liebes, ja, vielleicht wäre es ein guter Plan, wenn all jene, die diese TATsächlich so wundertolle Selbstliebe immer wieder bewusst so absolut fehlinterpretieren, und diese Fehlinterpretation dann dafür nutzen, sich völlig und absolut aus jeglicher Verantwortung zu stehlen… ja, vielleicht sollten sich all jene einfach einen schönen, großen Spiegel kaufen. Und mit dem dann glücklich werden. Indem sie täglich reinschauen! Und alle anderen, die die Begrifflichkeit Selbstliebe bisher doch sehr gewollt verstanden haben, in Ruhe lassen. In Ruhe bei genau dem LASSEN, was ihnen nämlich niemals fehlte. Im Gegenteil.

Herzliche Grüße!

Sandra

Hier darfst du, Liebes... (auch die Gedanken sind... FREI!)

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