Wenn du feststeckst: verstehe Restriktionen, stärke deine Resilienz und gewinne neue Handlungsspielräume zurück.
Resilienz zu stärken bedeutet nicht, Hindernisse zu vermeiden.
Restriktionen verstehen – warum Hindernisse nichts über deine Möglichkeiten aussagen
All unsere Hürden sind – systemisch betrachtet – grundsätzlich subjektiv.
Nicht, weil sie „nicht real“ wären.
Sondern weil ihre Bedeutung und ihr Einfluss ausschließlich davon abhängen, über welche inneren und äußeren Ressourcen ein Mensch in einem bestimmten Moment verfügt.
Was für den einen überwindbar ist, stellt für den anderen eine reale Grenze dar.
Nicht aufgrund fehlender Fähigkeit – sondern aufgrund fehlender Zugänge.
Wenn Sehnsucht auf Realität trifft
Oft stecken wir uns Ziele in unserem Leben, die Ausdruck von einer – oftmals ganz großen – Sehnsucht sind.
Das zeigt sich besonders deutlich in Bereichen wie:
- Partnerschaft
- Familie
- berufliche Entwicklung
Doch das Leben verläuft selten deckungsgleich mit diesen inneren Entwürfen.
Genau hier entstehen Restriktionen.
Restriktion oder restriktiv (von lat. restringere „einschränken“) steht für „Verringerung der Handlungs- oder Wahlmöglichkeiten“.
Somit sind Restriktionen Hürden, die – erstmal –nicht zu überwinden sind.
Das kann nicht ausschließlich nur an uns selbst liegen, sondern eben auch an äußeren – aktuell gegebenen – Umständen.
Restriktionen bezeichnen somit eine aktuelle Begrenzung von Handlungs- oder Wahlmöglichkeiten – bedingt sowohl durch innere als auch durch äußere Faktoren.
Sie sind keine Schwäche.
Sondern eine Beschreibung der momentanen Lage.
Typische Reaktionsmuster auf Restriktionen
Die Reaktionen auf Restriktionen sind erstaunlich konstant:
- Frustration
- Vermeidung oder Flucht
- Resignation bis hin zur passiven Annahme eines „unveränderbaren Schicksals“
Diese Reaktionen sind nachvollziehbar – aber sie sind nicht lösungsorientiert.
Und vor allem:
Sie verändern die Ausgangslage nicht.
Warum klassische Strategien oft nicht greifen
Viele Menschen versuchen, Restriktionen über Verhalten zu lösen:
- mehr Anstrengung
- mehr Kontrolle
- mehr „Durchhalten“
Doch diese Ansätze greifen zu kurz.
Denn sie setzen dort an, wo das Problem sichtbar wird – nicht dort, wo es entsteht.
Systemisch betrachtet geht es nicht nur darum, was jemand tut, sondern aus welcher inneren Struktur heraus er handelt.
Systemischer Zugang: Arbeit mit vorhandenen und fehlenden Ressourcen
Ein lösungsorientierter Coaching-Prozess setzt genau hier an:
Nicht bei der Frage, warum etwas nicht geht, sondern bei der präzisen Klärung von Handlungsspielräumen.
Zentrale Fragen sind dabei:
- Was kann ich aktuell verändern?
- Was kann ich noch nicht verändern – und welche Ressourcen fehlen mir dafür?
- Was ist momentan nicht veränderbar – unabhängig von meinem Einsatz?
Gerade die letzte Frage ist zentral.
Denn sie ermöglicht eine klare Differenzierung zwischen:
- beeinflussbaren Faktoren
- und tatsächlichen Begrenzungen
Und sie erlaubt gleichzeitig etwas, das viele Menschen vermeiden:
die bewusste Würdigung eines (noch) nicht erreichbaren Ziels.
Der entscheidende Wendepunkt: Handlungsspielräume erkennen
An diesem Punkt entsteht die eigentliche Bewegung:
Was liegt aktuell in meiner Macht?
Diese Frage verschiebt den Fokus – weg von Mangel und Blockade hin zu Handlung und Gestaltung.
Die Kraft der „zweitbesten Lösung“
In der systemischen Arbeit zeigt sich immer wieder:
Nicht jede Lösung entspricht sofort dem ursprünglichen Sehnsuchtsziel.
Doch:
Für jedes Ziel existieren alternative Wege.
Die sogenannte „zweitbeste Lösung“ ersetzt das Ziel nicht – sie ermöglicht Bewegung, wo zuvor Stillstand war.
Und genau darin liegt ihre Kraft.
Resilienz entsteht nicht durch Vermeidung – sondern durch Bewegung
Durch diesen Perspektivwechsel entsteht Resilienz.
Resilienz bedeutet nicht, Belastungen zu vermeiden.
Sondern die Fähigkeit, mit ihnen handlungsfähig zu bleiben.
Der Mensch beginnt:
- vorhandene Ressourcen aktiv zu nutzen
- fehlende Ressourcen gezielt aufzubauen
- und gleichzeitig reale Grenzen anzuerkennen, ohne daran zu zerbrechen
Das reduziert Stress nicht nur kurzfristig – sondern nachhaltig.
Die Reaktionen des Menschen auf Restriktion ist nahezu identisch
1. Frust
2. Flucht oder
3. Annahme „des Schicksals“.
Wie kannst du nun aber stattdessen mit eigenen Hindernissen umgehen?
Welche Möglichkeiten der aktiven Bearbeitung und damit Veränderung liegen vor dir, auch wenn du diese aktuell nichts siehst?
Was steht Dir zur Verfügung, um trotz allem wieder voran zu kommen?
Die genannten Reaktionen, Mechanismen und Muster sind zwar gängig – jedoch leider keine lösungsorientierte, und damit keine effektive Wahl.
Folgende Fragen sind entscheidend innerhalb des lösungsorientierten Coaching-Prozesses, um zu erkennen, wie die gegebenen Ressourcen nutzbar und ausschöpfbar sind, um dadurch mit den aktuell nicht überwindbaren Hürden umzugehen:
1. Was kann ich verändern?
2. Was kann ich NOCH nicht verändern? (Was fehlt mir momentan? Wie kann ich an die Ressourcen gelangen, die mir fehlen?)
3. Was kann ich jetzt gerade gar nicht verändern?
Bei der letzten Frage geht es im Schwerpunkt auch darum, das Wunschziel zu würdigen: „Ich will dieses Ziel erreichen, ja. Aber momentan liegt es einfach nicht in meiner Macht!“.
Und genau da formt er sich nun, der nächste Schritt:
4. „Was liegt aktuell in der eigenen Macht?“
Durch diese Lösungsorientierung wird zu einer „zweitbesten Lösung“ gefunden.
Eine zweitbeste Lösung hat nicht den Anspruch, das eigentliche Sehnsuchtsziel zu ersetzen. Doch für jedes Sehnsuchtsziel gibt es zunächst immer Alternativen.
So wird die Resilienz des Klienten gestärkt (Resilienz oder auch psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen).
Du lernst aktiv (!), zunächst auch für andere Wege offen zu sein.
Und genau diese absolute Würdigung des (noch) nicht zu erreichenden Sehnsuchtsziels, gekoppelt an den aktiven Lösungsversuch, reduziert aktiv (!) und effektiv deinen Stress.
Das sog. Restriktionsmodell, gekoppelt an meine Methode der Systemischen Informationsklärung, die ich in der Arbeit mit meinen Klientinnen und Klienten einsetze, stärkt eine der sieben Säulen der Resilienz.
Es werden klare Wege aufgezeigt und gefunden, wie effektiv und wesentlich stressfreier mit (noch) unüberwindbaren Hürden umgegangen werden kann.
Der Mensch erfährt rasche Erfolgserlebnisse statt Frust.
Er kann bis dato oftmals feste und sehr starre „Mauern“ überwinden, indem er flexibel und durchlässig Alternativen findet.
Systemische Informationsklärung® – Arbeit mit Restriktionen
Die Systemische Informationsklärung® setzt genau an dieser Schnittstelle an:
- bei den zugrunde liegenden Mustern
- bei inneren Bewertungen
- bei unbewussten Begrenzungen
Restriktionen werden nicht „bekämpft“, sondern präzise eingeordnet und bearbeitet.
Dadurch entsteht:
- Klarheit statt Überforderung
- Handlung statt Stillstand
- Entwicklung statt Wiederholung
Viele Klientinnen und Klienten erleben bereits früh im Prozess, dass sich festgefahrene Strukturen lösen und neue Wege sichtbar werden.
Kontakt
Wenn du lernen möchtest, mit Restriktionen anders umzugehen, festgefahrene Muster zu durchbrechen und wieder handlungsfähig zu werden, nimm gerne Kontakt zu mir auf.
Ein Informationsgespräch ist unverbindlich und gleichsam bereits klärend.
Ganz unkompliziert kannst du auch einen Termin dafür in meinem Online-Kalender buchen.

Literaturhinweis
Gunther Schmidt: Einführung in die hypnosystemische Therapie und Beratung
Hier findest du weitere Informationen zu der von mir entwickelten Methode der Systemischen Informationsklärung®.

