Warum wir „schlechte Menschen“ treffen – oder auch nicht

Warum sich dein Leben wiederholt – und was dein „Feld“ wirklich steuert

(Systemische Zusammenhänge, die kaum jemand klar benennt)

(Illustration: Anna Reinheimer)


Wenn sich Dinge wiederholen, ist das kein Zufall

Menschen stellen sich immer wieder die gleichen Fragen:

  • Warum gerate ich immer wieder an ähnliche Partner?
  • Warum wiederholen sich Konflikte – trotz Einsicht?
  • Warum verändert sich mein Leben nicht, obwohl ich „so viel verstanden habe“?

Die entscheidende Antwort lautet:

Nicht das Problem ist entscheidend.
Sondern die Struktur, die es immer wieder hervorbringt.


Dein „Feld“ – was dich wirklich steuert

In meiner Arbeit spreche ich nicht von einer „Matrix“ im esoterischen Sinne, sondern von einem systemischen Informationsfeld.

Dieses Feld bildet sich aus:

  • deinen frühkindlichen Erfahrungen
  • den Botschaften deiner Herkunftsfamilie
  • transgenerationalen Prägungen
  • emotionalen Bindungsdynamiken
  • und unbewussten Loyalitäten

Dieses Feld ist kein theoretisches Konstrukt.

Es ist das, was sich zeigt:

  • in deinem Verhalten
  • in deinen Entscheidungen
  • in deinen Beziehungen
  • in deinem Körper
  • in deinen Symptomen

Dieses Feld bist du – in seiner geprägten Struktur.


Warum du immer wieder „das Gleiche“ erlebst

Ein einfaches Beispiel:

Ein Kind wächst mit der unausgesprochenen oder klar formulierten Botschaft auf:

„Das Leben ist schwer.“

Diese Information wirkt.

Nicht als ausschließlicher Gedanke. Sondern als Grundhaltung im System.

Das bedeutet:

  • Das Kind entwickelt ein inneres Erleben von Schwere
  • Es nimmt bevorzugt Situationen wahr, die diese Schwere bestätigen
  • Es trifft Entscheidungen aus genau diesem inneren Zustand heraus

Und genau hier liegt der entscheidende Punkt:

Du ziehst nicht an. Du wiederholst.

Nicht, weil du es willst. Sondern weil dein System in dieser Struktur organisiert ist.


Beziehungsmuster sind keine Zufälle

Ein zweites Beispiel:

Ein Mädchen hört – subtil oder offen:

„Männer sind schwierig.“
„Auf Männer ist kein Verlass.“
„Männer tun dir nicht gut.“

Was entsteht daraus?

Keine bewusste Entscheidung. Sondern eine systemische Vorprägung.

Später zeigt sich das als:

  • wiederkehrende Partner mit ähnlichen Dynamiken
  • Bindungsabbrüche
  • Rückzug oder Vermeidung
  • oder das Gefühl: „Ich finde einfach keinen passenden Mann“

Die Frage ist hier nicht:

„Warum passiert mir das?“

Sondern:

„Welche Struktur in mir bringt genau das hervor?“


Der größte Denkfehler: „Ich will doch etwas anderes“

Viele sagen:

„Ich wünsche mir doch eine erfüllte Beziehung.“

Die systemische Antwort darauf ist unbequem – aber klar:

Ein Wunsch ist kein Beweis für innere Bereitschaft.

Denn:

  • Wünsche entstehen im Kopf
  • Entscheidungen entstehen im System

Und das System folgt nicht deinen Worten, sondern deiner inneren Ordnung.


Warum Einsicht allein nichts verändert

Hier wird es fachlich entscheidend:

  • Bewusst zugänglich sind nur wenige Prozent deiner inneren Prozesse
  • Der überwiegende Teil läuft unbewusst ab
  • Verhalten entsteht überwiegend automatisiert

Das kennst du aus dem Alltag:

Du fährst Auto – und bist gedanklich ganz woanders. Und trotzdem funktioniert alles.

Warum?

Weil dein System steuert.

Genauso funktioniert dein Leben.


Symptome sind keine Störung – sondern Ausdruck

Wenn Menschen plötzlich erleben:

  • Angstzustände
  • Panikattacken
  • depressive Einbrüche
  • körperliche Symptome

dann wird häufig gefragt:

„Was war der Auslöser?“

Die ehrliche Antwort lautet oft:

Es gibt keinen einzelnen Auslöser.
Es gibt eine aktivierte Struktur.

Das System war längst vorbereitet.

Der Moment hat es nur sichtbar gemacht.


Dein Feld ist nicht isoliert

Ein weiterer zentraler Punkt:

Du bist nicht nur dein eigenes System.

Du bist eingebunden in größere Zusammenhänge:

  • Familie (das stärkste Feld)
  • soziale Gruppen
  • kulturelle Prägungen
  • berufliche Systeme

Diese Felder wirken.

Nicht als „Theorie“. Sondern als real erfahrbare Dynamik.


Was das konkret bedeutet

Wenn du in einem Feld bist, das geprägt ist von:

  • Konflikt
  • Druck
  • Unruhe
  • oder destruktiven Dynamiken

dann wirst du dich darin verstricken.

Nicht, weil du (!) „falsch“ bist. Sondern weil Systeme wirken.

Und genau deshalb ist die entscheidende Frage nicht:

„Wie kann ich das ändern?“

Sondern:

„In welchem Feld bewege ich mich – und passt es zu mir?“


Veränderung beginnt nicht im Verhalten

Der größte Irrtum in Coaching und Persönlichkeitsentwicklung:

  • mehr reflektieren
  • mehr verstehen
  • mehr analysieren

führt nicht automatisch zu Veränderung.

Warum?

Weil Verhalten nicht die Ursache ist.

Verhalten ist das Ergebnis.

Wenn sich etwas verändern soll, muss sich die zugrunde liegende Struktur verändern.


Ein praktischer Impuls – systemisch gedacht

Wenn du in einem Konflikt bist:

  • mit einem Menschen
  • in einer Beziehung
  • oder in einem inneren Zustand

dann beobachte nicht nur dein Verhalten.

Sondern stelle dir eine andere Frage:

„Welche Dynamik halte ich hier aufrecht – bewusst oder unbewusst?“

Und dann:

  • ändere nicht sofort dein Verhalten
  • sondern bringe bewusst eine neue (!) Qualität in den Kontakt

Nicht gespielt. Nicht strategisch. Sondern klar und innerlich stimmig.

Das verändert das Feld.


Und jetzt wird es persönlich

Wenn du ehrlich hinschaust:

  • Welche Sätze hast du übernommen?
  • Welche Überzeugungen prägen dich bis heute?
  • Welche Muster wiederholen sich in deinem Leben?

Und noch wichtiger:

Was davon gehört wirklich zu dir – und was nicht?


Merke

Wiederholung ist kein Zufall. Wiederholung ist ein Hinweis.

Ein Hinweis auf eine Struktur, die gesehen werden will.

Solange diese Struktur nicht erkannt ist, wird sie sich zeigen.

Immer wieder.


Wenn du beginnst, das zu verstehen, verändert sich nicht nur dein Denken.

Sondern dein ganzes Erleben.


Danke an meine Tochter Anna, die mir dieses Bild dazu malte.

Die Matrix

Sandra Reinheimer (2020)
Aus einem Vortrag zur systemischen Ordnung und Wiederholung
Kapitel 3: Warum sich dein Leben nicht zufällig entwickelt
(Originalauszug, redaktionell übernommen)

„Dieses Feld wird als Matrix bezeichnet.

Die Matrix des Mädchens ist somit ein „Feld, mit diesem ist es bereits vorgeburtlich – 9 Monate lang – verbunden. Vom Zeitpunkt seiner Zeugung an.

Alles, was es von nun an in seinem irdischen Leben erfährt, wird in dieser Matrix abgespeichert. Das Feld kann somit auch als eine Art Hologramm eines jeden Menschen betrachtet werden.

Es handelt sich bei der Matrix – unserem Feld – lediglich um sichtbar gemachte Informationen, die irgendwann von außen in dieses Feld hineingegeben wurden.

Die Matrix, das sind somit wir selbst – wie wir uns täglich zeigen und präsentieren, verhalten, erleben, spüren und erfahren.

Nun ist es im Leben oft so, dass sich Menschen fragen: „Warum passiert mir das denn immer wieder?“ oder – auf der Beziehungsebene von Frauen z.B. –  „Warum treffe ich immer wieder den gleichen Typ Mann, der mir nicht gut tut?“.

Anhand des eben beschriebenen Zustandes unserer Matrix ist das einfach erklärt:

Stellt euch vor, ein Kind wird in einem Elternhaus groß, in dem z.B. von Seiten der Mutter vermittelt wird: „Das Leben ist schwer„.

Diese mütterliche Botschaft wird in der Matrix des Kindes gespeichert, ob das Kind das will, oder nicht.

Im Ergebnis zieht diese implantierte Botschaft im Feld des Kindes nun und auch zukünftig Frequenzen an, die mit Schwere zu tun haben:

1. das Mädchen – vor allem wenn es älter ist – fühlt nun nicht nur seine eigene Schwere, sondern:
2. das Mädchen zieht nun auch Frequenzen an, die zu seiner eigenen Frequenz „passen“.
3. Die anderen, „nicht passenden“ Frequenzen werden (z.T. rigoros!) abgestoßen.

Das Ergebnis

  • Das Mädchen hat eine Schwere in sich.
  • Die Schwere von außen, bedingt durch die passenden Schwingungen, „sammelt“ sich.
  • Die Leichtigkeit verschwindet nach und nach, irgendwann vielleicht sogar ganz.
  • Körperlich manifestiert sich nun all das, was ebenfalls mit Schwere zu tun.
  • Die Auswirkungen sind in aller Regel symptomatisch feststellbar.

Ein weiteres Beispiel

Stellt euch vor, ein Mädchen hört bereits in jungen Jahren immer wieder von seiner Mutter – subtil oder offensiv „Alle Männer sind schlecht!“.

1. Diese Aussage ist ebenfalls eine Frequenz, die in der Matrix des Mädchens abgespeichert wird.

2. Die „passende“ Schwingung findet sich dazu, genauso wie im ersten Beispiel.

3. Das Resultat: das Mädchen – inzwischen vielleicht bereits eine junge Frau – „findet“ nun auch genau diese „schlechten Männer“.

4. Nun erfolgt eine entsprechende Handlung: Entweder verbindet sich diese Frau nun fortan mit Männern, die „schlecht sind“, oder sie entscheidet sich irgendwann dafür – nach oftmals etwaigen Versuchen – „aufzugeben“ und doch besser alleine zu bleiben.

Beide Beispiele stehen für die Informationen in der Matrix eines jeden Menschen, die immer in Form von Frequenzen vorliegen.

Fragt euch doch selbst einmal an dieser Stelle, welche Botschaften ihr sendet (gesendet habt?) – vielleicht an eure Kinder, ohne dass das auch nur im Ansatz eine „schlechte Absicht“ war – die Auswirkungen davon aber vielleicht schon klar auf der Hand liegen?

Und wenn wir dann noch bedenken, dass ca. 40 Millionen Informationen/ Sekunde unserer unbewussten Wahrnehmung zugesprochen werden, während es nur 40 Informationen/ Sekunde in die bewusste Wahrnehmung des Menschen schaffen, dann erklärt dies zusätzlich einiges.

Schauen wir uns die Informationen in uns – in unserer Matrix – nun noch einmal genauer an.

Lediglich 4-5% der Informationen aus unserem eigenen Feld kennen wir.

95-96% kennen wir nicht, obwohl auch diese Informationen in uns ganz klar da sind.

Unsere Bewusstheit – das bedeutet zu 100% im Hier und Jetzt zu sein – ist nur mit lediglich 1-2% am Tag vorhanden.

Ganze 98-99% verlaufen unbewusst.

Das bedeutet, dass wir ganz oft etwas tun, ohne uns überhaupt wirklich darüber bewusst zu sein.

Vielleicht kennt ihr das: ihr sitzt in eurem Auto und fahrt nach einem langen Arbeitstag nach Hause. Irgendwann kommt ihr zu Hause an und ihr fragt euch: „Hm… ich bin nun zwar gefahren, aber irgendwie ist das “ wie von selbst“ passiert. Ich war gedanklich ganz woanders.“.

Dies ist ein sehr prägnantes Beispiel dafür, was unser Unterbewusstsein alles tut.

Das Autofahren gehört sicher dazu, neben vielen, vielen weiteren Beispielen.

Zusammengefasst kann man deshalb sagen: „Unser Unterbewusstsein steuert zu 98-99% ca. 95-96% der Informationen, die uns NICHT bewusst sind. Nur 1-2% steuert unser Bewusstsein KLAR, mit lediglich 4-5% der bewussten Informationen, die wir von uns haben.

Wenn wir uns die unzähligen Patientinnen anschauen, die scheinbar aus einem „perfekten Leben heraus“ von „jetzt auf gleich“ in eine schwere Depression fallen. Und „von heute auf morgen“ ein Zustand da ist, der symptomatisch auch als „out of order“ bezeichnet wird.

Weitere Patientinnen, die von heute auf morgen Ängste und Panikattacken entwickeln, die fortan ihr Leben bestimmen. Und wenn dann gefragt wird: „Was war denn nun konkret der Auslöser? Beschreiben Sie das doch bitte mal!“ – ja denkt ihr denn wirklich, dass dann sofort Antworten und plausible Erklärungen kommen?

Nein. Viel eher ist es so, dass unzählige Patientinnen zunächst nicht in Ansätzen wissen, WAS dazu geführt hat, dass es ihnen geht, wie es ihnen geht.

Verständlich, wenn wir uns anschauen, wie es mit den Informationen bestellt ist, die uns bewusst zugänglich sind.

Und dann beginnt der oftmals langwierige Weg, hervor zu holen, was da in der Matrix verankert ist. Man redet in diesen Fällen klinisch natürlich nicht von der Matrix :))

Und dies alles erklärt soooo vieles…

Morphische Felder

Auch die morphischen Felder liegen in unserer Matrix. Unser eigenes Feld ist stets diesen morphischen Feldern angeschlossen.

Morphisches Feld

(Noch einmal Danke an Anna, die mir dieses morphische Feld für den Vortrag kreierte :))

Wenn ihr vor einem Problem steht, für das es scheinbar keine Lösung zu geben scheint. Wenn es hakt und ihr keine Antworten findet, so sehr ihr (in eurem KOPF!) auch danach sucht… bittet euer Unterbewusstsein mal um folgendes:

„Bitte an mein Unterbewusstsein: Gib mir jetzt die Erkenntnis, die mir hilft, zu verstehen. Gib mir die Erkenntnis, Hilfe für meine Fragen zu bekommen. Ich bin ehrlich im Herzen. Ich bin ehrlich daran interessiert, alle Antworten jetzt zu bekommen. Es ist eine ehrliche Bitte an mein Unterbewusstsein. Hilf mir!“

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