
Je härter ein Mensch über einen anderen Menschen urteilt, umso gleißender brennt das Spiegelglas in ihm.
Resonanz in dir wird nur erzeugt, wenn sie sich melden. Genau diese Eigenanteile, die Vorwurf, destruktive Kritik und/ oder Ablehnung an anderen schlussendlich innehaben.
Nein, es wäre dir kein Bedürfnis, das Verhalten einer anderen Person so dermaßen in DEINEN Fokus zu stellen, wäre dies nicht genau DEINE Innenschau.
Es wäre dir keinerlei Bedürfnis, zu beleidigen, zu hetzen oder immer noch den matschigen Schnee von gestern durch die Gegend zu schieben), wäre es nicht DEINE Wunde! – die du unbewusst fühlst, aber eben – noch – nicht bewusst anschaust.
Es ist nicht das Entscheidende, wie sich ein Mensch verhält in deinem Leben.
Auch wenn du Jahre deines Lebens damit zubringst, das zu analysieren.
Das Entscheidende ist ausschließlich, wie du darauf REAGIERST.
Frage dich doch mal, wenn du das nächste mal z.B. einen Antwort-Kommentar auf Facebook und Co verfasst (… innerhalb dessen du dem anderen dann aber mal „so eine richtige verbale Retourkutsche verpasst“), wo es bei DIR denn so dermaßen zwackt, dass sich dieses Gefühl „so, jetzt aber!“ überhaupt breit machen kann!?
Wo ist er denn, der Trigger, dass DU so die Zähne bleckst?
Eine emotionslose Ruhe. So nenne ich diesen inneren Zustand, wenn sich Geschichten irgendwann verabschieden dürfen. Und dieses „Motorengeräusch“ nicht mehr hörbar ist, „sofort intervenieren zu müssen, nur weil Person XY dieses oder jenes (mal wieder) getan oder gesagt hat.“.
Das Problem beim Gift sprühen ist, dass man es auch selbst einatmet.
Und das Problem mit schmerzhaften Wunden (auch genannt „Selbstverurteilung“) ist leider noch ein viel größeres. Sie heilen bei DIR leider nicht dadurch, dass du sie ANDEREN reißen willst.
Wenn du dazu mehr lesen möchtest, dann schau mal hier.

