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3 x 3 ist 6 oder: Themen für Eltern schulpflichtiger Kinder

„Auch pädagogisches Trallala ändert nichts an der Tatsache, dass Schule, wie wir sie kennen, nicht unbedingt kinderfreundlich ist und „artgerechtes“, natürliches Lernen ermöglicht.“ (Uta Henrich) Die Arbeit mit (zum Teil noch sehr jungen) Kindern und Jugendlichen ist ein Schwerpunkt in meiner Praxis. Neben den Kindern und Jugendlichen, die z.B. Mobbing bereits erfahren haben und akut bzw. im Anschluss symptomatisch unter den Auswirkungen leiden, arbeite ich an diversen Themen, die das Kindes- und Jugendalter betreffen. Neben der Thematik der z.B. Schul- und Prüfungsangst, zählen auch Angst- und Panikattacken, Trennungsbegleitung, Trauerarbeit, allgemeine und spezielle Gesundheitsprävention, Konfliktlösung und das chronisch kranke Kind zu meinen präferierten Gebieten. Nehmen Sie für ein erstes unverbindliches Informationsgespräch sehr gerne Kontakt zu mir auf. Herzliche Grüße, Sandra Reinheimer  

Trennungseltern – schafft euch Basis

Ich mag den Begriff „Scheidungskind“ nicht. Diese überzeugte Feststellung möchte ich dem nun folgenden Artikel voranstellen. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst ein so allgemeingültig benanntes Kind bin und im Laufe meines Lebens das eine und sicher auch andere „Hobby-anamnestisch glasklar wissende und gleichsam allumfassend verstehende „Aha“ dafür ernten durfte. (…. künstlich langgezogene, emphatische Muss-Pause folgte inklusive und stets, oh sicher…). Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich keine Schubladen mag, die ab einem gewissen Lebensalter nur noch gequält vor sich hin ächzen. Eine dritte Möglichkeit wäre, dass mich manche Begrifflichkeiten einfach zu sehr an Stempel erinnern, die man – egal wie weit entfernt man sich auch befinden mag, von dieser Klischee-bedienenden Lebenstinte – einfach nie wieder abgewischt bekommt. Verwenden werde ich ihn trotzdem, den geliebten Begriff, aus dem einfachen Grund, weil ihn nahezu jeder kennt. Ich bin außerdem „Einzelkind“ – sagte ich das schon? Und einen „Tierheimhund“ habe ich auch, ohne die Liste der „Aha- Infos“ nun endlos fortsetzen zu wollen. 

Verteil die roten Karten fair!

Ungeachtet der Tatsache, dass es gefühlt ca. 5 Millionen Erziehungsratgeber gibt – wenn das mal hinkommt – die in Hülle und Fülle und in nahezu allen Varianten zu erwerben sind auf diesem Erdball, gibt es einen einzigen Satz, den ich persönlich loswerden möchte. Einen für mich elementaren Leitsatz, mit der imaginären Leuchtpistole nahezu dreifach in die Luft geschossen, wenn ich an das Thema Erziehung denke ;-) WENN…. DANN…!  Und wenn ihr mich persönlich fragt? Ich könnte schwören, dass dieser Satz der passende Schlüssel ist zu nahezu allen Türen, die Eltern in ihrem täglichen Erziehungs-Dasein ab einem gewissen Zeitpunkt mehr oder minder mit der Brechstange öffnen müssen… Wie soll ein Kind sein Verhalten positiv verändern können, wenn es bereits eine Sanktion erfährt, noch BEVOR es anders handeln und agieren konnte? Meint: was für einen Effekt hat es, wenn ein Kind sanktioniert wird, ohne dass es zuvor selbst aktiv Einfluss nehmen konnte, genau diese Sanktion abzuwenden? Ist das nicht eine sehr unfaire rote Karte? Noch dazu ohne jeglichen Lernerfolg für das weitere Spiel? Praktisch: „SO, jetzt reicht es mir! …

AUA! – mein Baby ist wund!

Und kaum eine Mutter, die diesen Zustand im Laufe der „Pampers- Zeit“ ihres Kindes erlebt hat, kann von sich behaupten, dass sie ihn nicht nachfühlen kann… diesen Schmerz, den man nahezu auf der eigenen Haut „schreien hören“ kann, bei jedem erneuten Wickeln… Wenn man heute in den unzähligen „Schnuller- Foren“ liest, wie viele Mütter dort nahezu verzweifelt um Rat fragen, „weil sie alles schon probiert haben, es aber nicht besser wird, und sie einfach nicht weiter wissen“, und wenn man dann liest, wie x-fach dann 1000 und eine Behandlungsempfehlung anderer Mütter gepostet werden, die alle versprechen „das Mittel der Wahl zu sein“ – ja… dann kann einem – mir in diesem Fall auch – ein bisschen arg schwindelig werden. Zudem betroffene Mütter sicherlich 5 Jahre beschäftigt wäre, würden sie alle nun aufgelisteten „Wundermittel“ tatsächlich anwenden und bei ihrem Kind ausprobieren wollen. Die Realität auf deutschen Wickeltischen sieht in der Regel so aus, dass das Baby auf einmal wund ist – dann und wann passiert es tatsächlich nahezu über Nacht – und Mütter zunächst gar nicht …

Und raus bist DU! – Mobbing in Schulen

Kaum ein inzwischen „globalerer Zustand“ erfasst mein eigenes Interesse als Lehrerin, Mutter und sicherlich „Aktivistin“, die für das Wohl von Kindern einsteht und arbeitet, so sehr, wie das weiterhin brandaktuelle Thema „Mobbing in Schulen“. Der folgende Artikel richtet sich primär an Eltern, aber auch an Lehrer, mit dem gezielten Appell „wachsam zu sein“ für das, was in der nahen Lebenswelt von Kindern tagtäglich passiert. Zudem mit der ebenso wichtigen Botschaft, bewusst und zeitnah zu agieren, wenn es die Situation des Kindes erfordert. Auch wenn es sich nicht um das eigene Kind handelt, aber trotzdem, z.B. durch Erzählungen am Abendbrottisch, das Wissen greifbar wird „in der Klasse meines Kindes passiert etwas“, sollte es eine zivilcouragierte und notwendige Entscheidung von Eltern sein „nicht einfach nichts zu tun“! Liebe Eltern, Mobbing kann JEDES Kind treffen. Die traumatischen Auswirkungen eines Mobbing- Verlaufes (schlimmstenfalls ein Suizid des betroffenen Kindes) können fataler sein, als sich manch Leser nun ggf. überhaupt vorstellen kann. Dieser Artikel beschäftigt sich damit, was hinter dem alltäglichen Psychoterror in unzähligen Schulen steckt und wie Eltern, aber natürlich auch Lehrer (sie sind …