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Trennungseltern – schafft euch Basis

Ich mag den Begriff „Scheidungskind“ nicht. Diese überzeugte Feststellung möchte ich dem nun folgenden Artikel voranstellen. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst ein so allgemeingültig benanntes Kind bin und im Laufe meines Lebens das eine und sicher auch andere „Hobby-anamnestisch glasklar wissende und gleichsam allumfassend verstehende „Aha“ dafür ernten durfte. (…. künstlich langgezogene, emphatische Muss-Pause folgte inklusive und stets, oh sicher…). Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich keine Schubladen mag, die ab einem gewissen Lebensalter nur noch gequält vor sich hin ächzen. Eine dritte Möglichkeit wäre, dass mich manche Begrifflichkeiten einfach zu sehr an Stempel erinnern, die man – egal wie weit entfernt man sich auch befinden mag, von dieser Klischee-bedienenden Lebenstinte – einfach nie wieder abgewischt bekommt. Verwenden werde ich ihn trotzdem, den geliebten Begriff, aus dem einfachen Grund, weil ihn nahezu jeder kennt. Ich bin außerdem „Einzelkind“ – sagte ich das schon? Und einen „Tierheimhund“ habe ich auch, ohne die Liste der „Aha- Infos“ nun endlos fortsetzen zu wollen. 

Verteil die roten Karten fair!

Ungeachtet der Tatsache, dass es gefühlt ca. 5 Millionen Erziehungsratgeber gibt – wenn das mal hinkommt – die in Hülle und Fülle und in nahezu allen Varianten zu erwerben sind auf diesem Erdball, gibt es einen einzigen Satz, den ich persönlich loswerden möchte. Einen für mich elementaren Leitsatz, mit der imaginären Leuchtpistole nahezu dreifach in die Luft geschossen, wenn ich an das Thema Erziehung denke ;-) WENN…. DANN…!  Und wenn ihr mich persönlich fragt? Ich könnte schwören, dass dieser Satz der passende Schlüssel ist zu nahezu allen Türen, die Eltern in ihrem täglichen Erziehungs-Dasein ab einem gewissen Zeitpunkt mehr oder minder mit der Brechstange öffnen müssen… Wie soll ein Kind sein Verhalten positiv verändern können, wenn es bereits eine Sanktion erfährt, noch BEVOR es anders handeln und agieren konnte? Meint: was für einen Effekt hat es, wenn ein Kind sanktioniert wird, ohne dass es zuvor selbst aktiv Einfluss nehmen konnte, genau diese Sanktion abzuwenden? Ist das nicht eine sehr unfaire rote Karte? Noch dazu ohne jeglichen Lernerfolg für das weitere Spiel? Praktisch: „SO, jetzt reicht es mir! …