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Von Nimmlingen und Giblingen – nicht mehr. Nicht weniger.

  „Wahre Freunde erkennst du in der Not“ – ja, ein Spruch über dessen Gehalt ich lange Zeit dachte, dass er auch in Großmutters Klamottenkiste passen und dort für immer glücklich sein könnte… Heute möchte ich diese Sicht revidieren. Und ja, vielleicht sind sie auch genau dafür da, diese -gefühlt und schlechthin- „schlimmsten Zeiten unseres Lebens“, nach deren… wohl alles an Kräften fressender… Überwindung wir dann jedoch in der Lage sind, sehr klar zu sehen. Vielleicht sogar klarer, als jemals, jemals zuvor. Ich für meinen Teil liebe sie. Ja, ich liebe Klarsicht, auch wenn der Preis FÜR den Weg dorthin sicherlich oft sehr hoch ist. Liebes, sei trotzdem bereit ihn zu zahlen. Denn: nichts ist wahrscheinlich befreiender, als schlussendlich sehr genau zu wissen, dass du sie keinen Tag länger aufrecht erhalten willst. Deine Beziehungen zu Menschen, deren Qualität dadurch glänzte, wertvoll zu erscheinen, wenn … oder weil… du selbst im Glanz der Sonne standest. Nichts, Liebes, ist wahrscheinlich ehrlicher, als genau die Erkenntnis, wer TATsächlich an deiner Seite war, als rein gar nichts weiter passierte …

Was du ausschwingst – oder: Ursache-Wirkung liegt in deiner Hand 

Es ist immer wieder spannend, wie akribisch und intensiv Menschen im Nachgang doch bedauern und vor allem auch „betrauern“, was ihnen „nun schon wieder widerfahren ist“. Es ist spannend, wie nahezu verleugnend dabei überhaupt NICHT in Betracht gezogen wird, dass das, was nun erlebt wird, ausschließlich das Außen dessen abbildet, was das Innen vorher (!) produziert und (bewusst wie unbewusst) doch bereits gelebt hat. Gestern erst hatte ich eine Konversation mit einer guten Bekannten, der  momentan genau das widerfährt: das Innen hat über viele Monate geschoben, abgewägt, rumgedünkelt, überlegt, verworfen, gewartet und NICHT KLAR entschieden, obwohl auf der Hand lag, dass hier eine klare Entscheidung getroffen werden muss. Die Angst vor diesem notwendigen äußeren (!) Standing  und der konkreten Umsetzung von Zielen in genau diese Richtung, die Angst vor allen nur erdenklichen (aber ggf. gar nicht eintretenden?) „Konsequenzen“, die Angst, eine ungute (aber konstante) Komfortzone entschieden und KLAR zu verlassen und nun ebebso klar B zu praktizieren, nachdem A ja längst, längst stattgefunden hat… ganz SICHER hat diese monatelange „Nebel-Schwingung“ zwischen diesen unzähligen „Abers“ und …

Und? Warum mache ich das? 

Würdest du dir bei jeder deiner unzähligen täglichen Handlungen nur einmal ganz bewusst diese Frage stellen: „Warum mache ich das?“ – vielleicht würde es dich ganz plötzlich einen Moment innehalten lassen. Vielleicht wäre das auch der Moment der Erkenntnis, viel zu oft lediglich dem Strom, anstatt dem eigenen Denken zu folgen. Stellst du dir bei allem, was du Tag für Tag so tust, überhaupt mal die klare klare Frage an dich selbst, „ob du das tun sollst, oder nicht?“.  Wenn du dieses Bewusstsein erst einmal eingeschaltet hast, und lernst, es dann auch ganz gezielt zu benutzen, werden viele Bilder, die du vorher in deinem Kopf hattest, Stück für Stück zerfallen. Und erst dann wird sich das wahre Bild zeigen. Dies wäre er, der großartig gefühlte Moment, in dem wir ausschließlich nur noch unserem eigenen Denken folgen, anstatt uns weiterhin viel zu oft wie ein Blatt um Wind zu bewegen.  Frag dich viel, viel öfter: „Warum mache ich das?“. Und dann: dir ein wunderbares Gefühl beim täglichen Erwachen, Liebes.  Das Erkennen genau dieser bewussten,  wie vielfach …