Alle Beiträge, die unter Trennung gespeichert wurden

Von Nimmlingen und Giblingen – nicht mehr. Nicht weniger.

  „Wahre Freunde erkennst du in der Not“ – ja, ein Spruch über dessen Gehalt ich lange Zeit dachte, dass er auch in Großmutters Klamottenkiste passen und dort für immer glücklich sein könnte… Heute möchte ich diese Sicht revidieren. Und ja, vielleicht sind sie auch genau dafür da, diese -gefühlt und schlechthin- „schlimmsten Zeiten unseres Lebens“, nach deren… wohl alles an Kräften fressender… Überwindung wir dann jedoch in der Lage sind, sehr klar zu sehen. Vielleicht sogar klarer, als jemals, jemals zuvor. Ich für meinen Teil liebe sie. Ja, ich liebe Klarsicht, auch wenn der Preis FÜR den Weg dorthin sicherlich oft sehr hoch ist. Liebes, sei trotzdem bereit ihn zu zahlen. Denn: nichts ist wahrscheinlich befreiender, als schlussendlich sehr genau zu wissen, dass du sie keinen Tag länger aufrecht erhalten willst. Deine Beziehungen zu Menschen, deren Qualität dadurch glänzte, wertvoll zu erscheinen, wenn … oder weil… du selbst im Glanz der Sonne standest. Nichts, Liebes, ist wahrscheinlich ehrlicher, als genau die Erkenntnis, wer TATsächlich an deiner Seite war, als rein gar nichts weiter passierte …

Von Beziehungen und Sand

Beziehungen sind komplizierter geworden. Vielleicht auch, da Chats heute das neue Reden sind. Diskutiert wird Stunde um Stunde, ohne Augenkontakt, ohne die Nuancen der Stimme, ohne die kleinen Gesten und Zeichen des anderen, die sofort so vieles mildern könnten. Gekämpft wird weiterhin, klar. Leidenschaftlich und so voller Mut und Enthusiasmus, meistens dann, wenn ein persönlicher Vorteil daraus entspringen könnte. Der erste Schritt wird hinausgezögert, bis es zu spät ist. Und Gefühle? Gefühle werden über Facebook-Posts oder den entsprechenden Whatsapp-Status ausgesprochen. Natürlich immer am DU orientiert. „DU sollst LESEN, was DU mir hier gerade antust!“. „DU sollst LESEN, wie schlecht es mir geht, nur wegen DIR!“. „DU sollst mitkriegen, wie grandios ich mich doch amüsiere, obwohl DU mir gerade das Herz zertrampelst!“. Und vor lauter Spielchen und Spielchen, vor lauter „Ich grabe dir eine Grube in meiner Sandkiste, DU Arsch!“ – fallen wir immer nur wieder selbst kopfüber in genau diese Gruben hinein. Eine Generation, die sich so unsicher ist über die eigenen Gefühle. Verwirrt, weil man so oft einfach gar nichts mehr anfangen kann, mit all diesen Andeutungen und Spielchen. Verliebt in einen anderen Menschen, aber gebremst von seinem …

Vielleicht müssen wir erst  

Vielleicht müssen wir erst verstehen, dass wir eben nicht nur liebende Partner sind, sondern ganz primär und so völlig nüchtern betrachtet, erstmal Menschen? Menschen mit Launen, Phasen und ja, auch Menschen mit Stimmungsschwankungen. Vielleicht müssen wir erst verstehen, dass es ein sehr vermessener Anspruch ist, zu erwarten, dass eine Beziehung nur etwas wert ist, wenn sie sich stets und zu jeder Zeit „stabil glücklich“ fühlt? Vielleicht müssen wir erst verstehen, sofern keine ernsthaften Probleme zugrunde liegen (wie auch immer diese jeder einzelne für sich nun definiert…), dass Phasen einer Beziehung auch einfach mal durchgestanden werden können? Einfach so, ohne dauernd alles und jedes zu interpretieren und vor allem wieder einmal überzuinterpretieren? Ohne dauernd zu dramatisieren? Einfach so, mit dem sicheren Gefühl, erst mal abwarten zu können und zu wollen, was wirklich dahintersteckt? Um sich dann ganz entspannt auch wieder anzunähern? Diese Phasen, in denen es nicht immer und jeden Tag gleichbleibend läuft, diese Phasen gibt es auch in Freundschaften. Warum darf es sie nicht zwischen Liebenden geben? Vielleicht müssen wir erst verstehen, dass es nicht …

Rote Flaggen wollen gesehen werden

„Argumente“ drehen sich im Kreis und/ oder sind absolut unsinnig/ unwahr oder fernab der Sachebene? Du bleibst nach Diskussionen erschöpft zurück, verwirrt und emotional zerschlagen?  Es gibt keine Lösung zum Thema als solches, keinen Kompromiss und es wird ganz offensichtlich keine Win/Win-Situation angestrebt? Es fühlt sich so an, als müsste dein Gegenüber immer nur „gewinnen“ oder Recht haben, egal bei welchem Thema oder was auch immer auf dem Spiel steht? Es werden Tatsachen und Situationen umgedreht, du wirst konfrontiert und beschuldigt, mit Dingen, die dein Gegenüber SELBST praktiziert (… PROJECTION)? Du fühlst dich alleine gelassen mit dem inzwischen nahezu chronischen Gefühl des missverstanden werden und vor allem: des missverstanden werden WOLLEN? Liebes, ersiehst du hier die rote Flagge? Ersiehst du, dass es Zeit wird, sehr bewusst hinzuschauen? Ersiehst du, woran es liegen kann, dass du keine Energie mehr hast, dich müde, resigniert und/ oder traurig fühlst? Liebes, ersiehst du die ROTE Flagge? sandrareinheimer.com

Und was ist… Liebe? 

So oft wird sie laut, die -so gefühlt- Frage aller Fragen:  „Was ist Liebe?“.  Oder in ähnlicher Variante, wenn auch wieder ganz anders „Woher weißt du, ob du verliebt bist oder liebst!?“  Liebe – ein Phänomen der Menschheitsgeschichte. Liebe – in so vielen unterschiedlichsten Facetten vorhanden. Oder auch nicht.  Eine anschauliche Betrachtung geben nachfolgend die Autoren Sternberg et al. Vielleicht für all jene, die sich momentan fragen,“ was es denn ist, was sich da grad so beinahe wie Liebe fühlt“, oder auch: „was es vielleicht auch nicht ist…“ obwohl man doch so zig-fach sicher war…  Nun, ein kleiner Exkurs über die Liebe…  „Bei der Nicht-Liebe ist keine der drei Komponenten:  Vertrautheit Leidenschaft und  Entscheidung/ Bindung)  vorhanden, so dass die meisten oberflächlichen Interaktionen zwischen Menschen dieser Kategorie zuzuordnen sind. Sympathie beansprucht die Komponente der Vertrautheit bzw. Verbundenheit, wobei Sympathie in diesem Kontext in Bezug auf Gefühle zu verstehen ist, die für kurze Beziehungen und Freundschaften charakteristisch sind. Verliebtheit beinhaltet etwa die Liebe auf den ersten Blick, in der die Komponente der Leidenschaft vorrangig ist. Bei der …

Trennungseltern – schafft euch Basis

Ich mag den Begriff „Scheidungskind“ nicht. Diese überzeugte Feststellung möchte ich dem nun folgenden Artikel voranstellen. Vielleicht liegt es daran, dass ich selbst ein so allgemeingültig benanntes Kind bin und im Laufe meines Lebens das eine und sicher auch andere „Hobby-anamnestisch glasklar wissende und gleichsam allumfassend verstehende „Aha“ dafür ernten durfte. (…. künstlich langgezogene, emphatische Muss-Pause folgte inklusive und stets, oh sicher…). Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich keine Schubladen mag, die ab einem gewissen Lebensalter nur noch gequält vor sich hin ächzen. Eine dritte Möglichkeit wäre, dass mich manche Begrifflichkeiten einfach zu sehr an Stempel erinnern, die man – egal wie weit entfernt man sich auch befinden mag, von dieser Klischee-bedienenden Lebenstinte – einfach nie wieder abgewischt bekommt. Verwenden werde ich ihn trotzdem, den geliebten Begriff, aus dem einfachen Grund, weil ihn nahezu jeder kennt. Ich bin außerdem „Einzelkind“ – sagte ich das schon? Und einen „Tierheimhund“ habe ich auch, ohne die Liste der „Aha- Infos“ nun endlos fortsetzen zu wollen.