Liebeskummer – oder: wenn dein Boden bricht…

Für mich ist es ein Fakt, dass diverse Anti-Liebeskummer Literatur der Regal-Überschrift „Bullshit und was Sie sonst noch stehen lassen sollten in diesem Laden“ zugeordnet wäre… hätte ich eine Buchhandlung. Nein, ich habe keine Buchhandlung. Was wahrscheinlich auch dazu führt, dass ich heute diesen Text schreibe. Auch – denn die tatsächliche Intention ist wohl eher der Tatsache geschuldet, dass ich sehr genau weiß, wie es sich anfühlt, wenn er denn bricht, dein Boden.

Weißt du, Liebes, spannend ist ja, wenn wir jetzt mal sehr gewollt zurückdenken, dass wir zu 100% wissen: jeglichen (!) bisherigen Liebeskummer haben wir irgendwann überwunden. Mach dazu bitte einen kleinen Test: geh nun mal (kurz!!) gedanklich zu dem Mann (… oder der Frau), der (die) dir im Laufe deiner bisherigen Liebe(n) gefühlt das Herz zerquetscht, die Luft geraubt, den Schlaf gestohlen, den Magen zugeschnürt, die Gedanken nicht mehr aus dem Karussell gelassen, das Leben gefühlt… abgeschnitten hat…

hast du?

Ok.

Und was kannst du genau HEUTE darüber sagen? Klar, ich weiß 😉 Nützt aber rein gar nix, wenn du jetzt gerade, MOMENTAN in einem Desaster dieser Art feststeckst. Und warum nützt es nix? Weil dir die Kummerüberwindung von damals, gefühlt jetzt, im hier und heute, nicht einen Hauch dessen nimmt, was aktuell (!) wieder all das verursacht, was dich damals (ähnlich schlimm!) ausgeknockt hat.

Das einzige, was du dir jetzt, resultierend aus diesem deinem Wissen, sagen könntest? „Ok. Ich habe es damals geschafft! Ich werde es wieder schaffen!“. Oder, ein bisschen erweitert: „So viele Frauen (Männer) haben Leid- und Trennungssituationen in diesem Leben gehandelt bekommen… ICH werde das auch schaffen!“.

Klar, auf der kognitiven Ebene ganz bestimmt hilfreich, sich positiv und klar in Richtung „Zukunft- das wird wieder!“ auszurichten! Ganz, ganz sicher ein wesentlicher Baustein hinsichtlich einer guten Prognose für sich selbst. „Es wird besser werden!“ – oh ja! Wird es! Aber: für den aktuellen (!) Moment, den aktuellen Schmerz, die Verzweiflung und Ohnmacht, bringt dir auch das erstmal keinerlei wirkliche (!) Linderung! Fakt. So, und nun kann man sich fragen: „Was macht es denn konkret besser? Was führt dazu, dass ich es schaffe, 2 Minuten am Tag (in der absoluten Akutphase), 2 Stunden am Tag (wenn es zeitlich schon ein bisschen, bisschen her ist) an etwas anderes zu denken? Mich besser zu fühlen? Und da schließt sich der Kreis zur oben bereits erwähnten Bullshit-Literatur (in meinem nicht vorhandenen Buchladen).

Wenn du mich nun fragst, Liebes, dann sage ich dir folgendes: es ist super, wenn du die besten Freundinnen (und Freunde) auf diesem Erdball hast, und all diese Menschen hören dir zu, und hören dir zu, und hören dir noch mehr zu. Es ist super, wenn diese Freundinnen und Freunde unermüdlich sind. Auch hinsichtlich ihrer Tipps, Ratschläge, Ablenkungsmanöver, Trost-Drücker und „du kannst mich jederzeit anrufen, wenn was ist- Zusagen“. Es ist super, wenn du ein großes (oder zumindest stabiles) soziales Netzwerk hast, immer irgendwo hingehen kannst, eingeladen wirst, Besuch bekommst, angerufen wirst, eine Aktivität nach der nächsten startest, bloß nicht alleine zu Hause rumhängst, den Frisör bezahlen kannst, die Thai-Massage sowieso. Es ist super, dass du viel Sport machst, konsequent deinen Schreibtisch abarbeitest, tanzen gehst, die Einkaufsliste für den Single-Kochkurs in deiner Stadt nicht verlegst, eine neue Sprache lernst und den Töpfer-Raum der VHS auf Anhieb findest. Es ist absolut super, dass du viele WhatsApp-Kontakte in deinem Handy weißt, alle Tränen-verursachenden Photos von euch in einer nicht zu kleinen Kiste verstaust, neue Orte findest um -ach du lieber Himmel blooooß nicht- die alten Orte der gemeinsamen Zeit aufzusuchen. Es ist sowas von super, wenn deine Mutter mehrfach am Tag bestätigt, dass sie das ja immer schon gewusst hat, und du mal froh sein solltest, dass nun… Ebenso super, wie du nun endlich die Reise buchst, die du immer schon auf deiner Liste hattest, shoppen gehst, viele neue Schuhe in deinem Regal sortierst, den Kaffee gegen Wohlfühl-Tee tauscht, Yoga machst, Meditations-CD’s hörst, den fb Event-Kalender durchforstest und die nächsten 6 Wochenenden verplanst. All das, Liebes, ist ganz bestimmt alles super! Und ja, exakt entspricht es den Empfehlungen der Literatur, die auch du (Gott sei Dank!) im Regal hast stehen lassen.

Denn: Fakt ist, dass es 100 und eine Empfehlung gibt, was du alles tun könntest, um deinen aktuellen Wahnsinns-Schmerz irgendwie zu überdecken. Aber: denkst du wirklich, dass das dazu führt, dass er aufgibt? Dass er dadurch überzeugt wird: „jetzt höre ich echt mal auf damit, so gnadenlos zu bohren!“? Wird er nicht, Liebes. Er wird es nicht! Wenn du mich heute fragst: WAS soll ich TUN!? – dann ist meine einzige Antwort für dich, „der Zeit ihre Zeit geben! Ganz bewusst. Ganz ehrlich. Ganz authentisch. Mit allen Gefühlen, die da sind, die da sein dürfen, die bewusst und erlaubt (!) gefühlt und demnach gelebt werden wollen, und müssen. Mit allen Tränen, allen verqueren Aktionen in vielen Momenten des Tages. Mit einer Wut, die da sein darf, mit einer Schuldfrage, die ebenso da sein darf, auch wenn die Antwort auf sich warten lässt. Mit Durchhängern, die sich unerträglich fühlen, mit Hoffnungslosigkeit, die wellenartig das Hirn durchströmt. Der Zeit Zeit geben, und dabei nichts, rein gar nichts, überschminken, überdecken, überspielen oder gar abschneiden wollen, obwohl es so offensichtlich DA ist“.

Ich bin überzeugt davon, dass Liebeskummer einer der elendigsten Zustände aller Zustände ist. Ich bin aber ebenso überzeugt davon, ähnlich intensiv und so sicher, dass Liebe und ihr maximalstes Hochgefühl, welches sie uns schenkt, und welches wir alle so gut kennen, ohne einen Gegenspieler nicht das wäre, was sie ist. Liebes, ich weiß dass es dir nun gar nichts bringt, wenn ich sage: „Es wird wieder besser! Und es wird wieder gut! Vertraue, denn du weißt es selbst!“. Deshalb sage ich es nun auch nicht, ich denke es mir für dich. Was ich dir jedoch sagen will: fühl nun, was du fühlst! Fühl es so intensiv, dass du denkst, gleich aus den Schuhen zu kippen! Weine, wenn es unerträglich wird! Brülle, wenn du musst! Schreibe, auch wenn du es nie abschicken wirst! Atme, langsam und willentlich, wenn du denkst, selbst das ist nicht mehr ohne Anstrengung möglich. Und das Wichtigste, Liebes: Lass ihr nun Zeit, der Zeit! Und dann, irgendwann weißt du: ich habe es geschafft! Ich habe es überwunden! Und, das sicher wesentlichste: ich habe JA gesagt, zu allem, was mein Herz und mein Geist vorgaben in dieser Zeit. Lsss der Zeit nun ihre Zeit, die sie braucht, um dich wieder heil werden zu lassen. Um dir den Weg zu ebnen, für das, was dann kommen wird.

Liebeskummer-Coaching ist ein großer Schwerpunkt in meiner Praxis. Und ja, aus inzwischen tiefster Überzeugung kann ich dir dazu sagen: es gibt effektive und schnellwirksame Techniken des Coachings, die dich zunächst weiteratmen lassen. So, dass du stabilisiert bist, vor allem in der ersten schlimmsten Akutzeit, oder auch danach, wenn es wellenförmig kommt… und einfach nicht besser zu werden scheint. Danach, wenn an Schlaf, Arbeit, entlasteten Kopf und ruhiges Herz immer noch nicht zu denken ist.

Nimm für ein erstes unverbindliches und kostenfreies Telefonat sehr gerne Kontakt zu mir auf. Wichtig: es ist absolut unerheblich, wo du wohnst. Mit einer Vielzahl an Klientinnen (die weiteste Entfernung ist momentan Kanada) arbeite ich auch am Telefon. In ganz akuten Fällen, wenn selbst die E-Mail-Leitung zu lang erscheint, schreibe mir eine WhatsApp über: 015119741607.

Alles wird (wieder!) gut, Liebes.

Ich glaube es nicht. Ich weiß es!

Herzliche Grüße! Sandra

Hier darfst du, Liebes... (auch die Gedanken sind... FREI!)

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