(D)ein Bauchgefühl ist keine Diagnose!

Und nun erinnere dich mal zurück, Liebes: wie oft in deinem Leben hat sich bereits bestätigt, dass sich genau das, was du im allerersten Moment dachtest, schlussendlich als „richtig“ gezeigt hat?

Und dabei ist gar nicht immer das grad genannte „Denken“ oder „gedacht haben“ entscheidend. Nein… viel, viel öfter ist es eher dieses so vage Gefühl in Bauch oder Körper. Dieser leise Widerstand. Ein oft unmerkliches Stutzen. Ein kurzes Innehalten. Ein minimaler Moment eines gefühlten „Komisch… “ oder „mmhh“… der sich in dir auftut. Viel öfter ist es genau dieses „gar nicht genau beschreiben können, was es ist“, gleichsam jedoch sehr genau wahrzunehmen: „hier ist etwas“ – genau dieses „etwas“, was sich anders fühlt. Was dich aufhorchen lässt. Was dich kurz „stillstehen“ lässt. Was deinen Blick kurz fängt, manchmal nur für den Bruchteil einer Sekunde. „Etwas“… was in diesem Moment andockt an und in (!) deinem System!

Und wenn mich Menschen fragen: „Kann man Bauchgefühl trainieren!?“ (… und diese Frage kommt wahrlich nicht selten!), dann antworte ich recht liebend gerne mit genau der Gegenfrage, die m.E. bereits jegliche Antwort trägt. „Glaubst du denn, dass du es trainieren musst? Oder ist es vielleicht viel eher so, dass du längst eine Meisterin bist, die ihre Intuition lediglich (…immer noch) unheimlich findet?“.

Und natürlich… Gegenstimmen könnten nun laut werden (wie sollte es auch anders sein 😉), die jetzt genau folgendes sagen werden: „Ja klaaaaaaar, wenn man etwas denkt, dann fokussiert man ja genau das! Logisch, dass es dann auch so kommt!“ Oder: „Du immer mit deinen Vermutungen und Gefühlen! Auch nicht normal, dass du immer irgendwo in den Krümeln suchst!“. Oder (… die für mich echt „beste“ Variante aller Delate that-Versuche der Umwelt…) „Herrjeeee! Du bildest dir Sachen ein… gibt’s ja gar nicht!“ – und zack, Liebes. ZACK! Bauchgefühl gaaaaanz schnell wieder verdrängt, denn vielleicht haben sie ja echt recht… die „anderen“.

Und genau da schließt sich für mich der Kreis. Immer dann, wenn etwas „nicht sein darf oder soll“, immer dann, wenn es tatsächlich „abstrus“ oder „schrecklich“ oder „echt grad nicht so passend“ oder einfach nur „total aua“ oder „die eigenen Pläne und sicheren Vorstellungen durchkreuzend“ wäre, neigen Menschen dazu, die feinen Nuancen sehr, sehr schnell wieder auf „unsichtbar“ zu stellen. Genau so, als wäre dieses „erste Gefühl“ nie da gewesen. Geprägt durch die (oftmals dann) verstärkenden Reaktionen des Gegenübers (… denn wer lässt sich denn auch, um nun mal gezielt diese Kladde zu bedienen, z.B. gerne „ertappen“, bei was oder womit auch immer…), gehen wir (mehr oder minder freiwillig…) wieder ab von genau dem, was kurze Zeit vorher unser inneres Frühwarnsystem so überdeutlich (… hätten wir es denn mal zugelassen) aktiviert hatte. Und ZACK, Liebes. ZACK!!! Genau das ist er dann, der legendäre Moment, über den du sehr viel später sagen wirst: „Ich habe es doch eigentlich gewusst!“. Oder „Ich hätte es sehen können, wenn ich hingeschaut hätte!“. Oder „mein Gefühl damals war ja da! Aber weil ich das (mir!!!) gar nicht glauben konnte, deshalb hab ich es nicht weiter verfolgt!“. So, oder so ähnlich läuft es dann.

Weißt du, Liebes, ich meine mit diesem „ersten Gefühl“ gar nicht unbedingt immer nur die herangallopierende Katastrophe auf dem Monsterschimmel. Ich meine nicht ausschließlich all diese Dinge, die Dir den Boden des Lebens von jetzt auf gleich unter den Füßen zertrümmern und (zunächst gefühlt…) dein Leben restlos zerschlagen. Nein, viel eher meine ich, dass unser Bauchgefühl ein einzigartiges Geschenk ist. Hineingelegt in unseren Körper, um manches vielleicht bewusst und klar anders entscheiden zu können. Um manches vielleicht frühzeitig abzuwenden. Um manches, was nicht gut für uns ist, nicht weiter zu nähren in unserem Leben. Um manches ankommen zu sehen, bevor es dann akut und ohne Vorwarnung da ist, und uns (zunächst) restlos die Luft zum Atmen und Leben raubt.

Ich möchte nicht behaupten, dass jedes „erste Gefühl“ tatsächlich in seiner „weiteren Konsequenz“ dazu führt, was wir uns ggf. in der Folge dazu dann „zusammendenken“. Und auch das machen wir oft genug, sicher. Ich möchte ebenso nicht die beste Freundin der selbsterfülenden Prophezeiungen werden. Und ich möchte nicht behaupten, dass jedes „erste Gefühl“ grundsätzlich der Beginn von Sodom und Gomorra bedeutet. Welchem auch immer. Was ich jedoch sehr klar und mit absoluter Überzeugung sagen kann?

„Dein erstes Gefühl hat immer Bedeutung, Liebes! Dein erstes Gefühl fühlst du nicht, weil du verrückt oder paranoid oder krankhaft eifersüchtig bist. Dein erstes Gefühl ist in vielerlei Hinsicht eines deiner exzellentesten Frühwarnsysteme, wie auch immer „Warnung“ definiert wird. Und dein erstes Gefühl ist immer richtig! Wenn auch nicht sofort heute oder morgen oder übermorgen als bestätigte These… aber meistens genau dann, wenn du später noch einmal hinschaust.

Lass dich nicht täuschen, Liebes. Weil es dich nicht täuscht.

Herzliche Grüße,

Sandra

Hier darfst du, Liebes... (auch die Gedanken sind... FREI!)

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