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Nicht immer ist es so, obwohl es uns, dem „doch helfen wollenden Gegenüber“ (Partner, Kind, Freundin, Kollegin…) oft nahezu unbegreiflich erscheinen mag, dass Menschen innerlich dazu bereit sind, ihre Krankheiten gehen zu lassen.
Und natürlich ist es nicht immer so, dass dieses „Festhalten“ bewusst geschieht. Dies zu behaupten wäre nahezu unverschämt. Und ja, sehr viele Menschen werden regelrecht „sauer“ und echauffieren sich ebenso lautstark über so eine „ungerechte Vermutung“, wenn diese (mögliche) Erwägung erstmals sacht angesprochen wird, bei einem Arzt, einem Psychologen, oder gar von den Engsten unseres Lebens, der Familie.

Häufig ist es ein unbewusster Zustand, an „Gewohntem“ festzuhalten. Auch, wenn dieses „Gewohnte“ schmerzhaft, schmerzlich, belastend und einschränkend ist, ist es trotz allem „gewohnt“. Und vor allem dieses „Gewohnte“ gibt – bewusst oder eben leider auch unbewusst – Sicherheit. Für viele Menschen sogar eine maximale Sicherheit. Das, was ist, Sie kennen es! Es gehört, z.T. seit vielen Jahren zu ihrem Leben dazu. Es hat Regeln geschaffen, Rahmen gesetzt, Verhalten geändert, die Umwelt involviert, die Familie/ das berufliche Umfeld integriert und das gesamte Sein geprägt. Natürlich ist diese vertraute Sicherheit schlussendlich nur eine Pseudosicherheit, die jedoch trotz dem, in vielen, vielen Fällen so radikal verhindert, „dass man es sich überhaupt noch anders vorstellen kann“.

Manche Menschen SIND ihre Diagnose. In dem Moment, in dem sie diese das erste Mal hören. Andere werden erst peu à peu dazu, je länger sie darüber nachdenken und sich inhaltlich damit auseinandersetzen. Google ist in diesen Fällen sicherlich ein engster und wichtigster Freund, oh ja.

Der stete Gedanke daran „wenn ich das und jenes mache… esse… trinke… nicht mache… nicht einnehme…“ führt schlussendlich in hoher Wahrscheinlichkeit dazu, dass sich manche Symptome nahezu „herbeigerufen“ fühlen. Oh ja, auch Krankheiten und ihre Ausläufer haben viel mit selbsterfüllender Prophezeiung zu tun. Viel, viel mehr, als manchem Betroffenen klar zu sein scheint.

Hoffentlich habe ich übermorgen, wenn wir auf die Feier wollen, keine Migräne!

Tja. Was wird sich die Migräne „denken“, hinsichtlich dieser Gedanken ihres „Besitzers“? Wird sie sich wohl so einfach ausschließen lassen, wenn sie doch so genau weiss, dass sie nicht erwünscht ist? Würde sie bestimmt… wenn sie nett wäre… doch seit wann ist sie das? – dieses Beispiel war nur eine Metapher! Keine Sorge, niemandem sei hier empfohlen seine Migräne zu „vermenschlichen“, nein, ganz sicher nicht. Empfohlen sei aber, vielleicht erstmalig (oder noch einmal) bewusst hinzusehen, wie lange ein „ungebetener Gast“ eigentlich schon da ist, im täglichen Leben. Und – die sicherlich wichtigste Betrachtung – was ihn ggf. daran hindert, sich freundlich verabschieden zu dürfen.

„Erinnerungen und Speicherungen“ – ein ganz wesentlicher Schwerpunkt in der täglichen CQM- Coaching- Praxis. Und vielleicht auch für Sie ein Antrieb, sich einmal gezielt die innere Bereitschaft anzusehen, dem einen oder anderen „Symptom“ in Frieden „Lebe wohl“ zu sagen. Unser Körper folgt unserem Feld. Immer. Und ausschliesslich. Und ja, „Felder“ sind veränderbar.

Ich wünsche meinen Lesern ein wunderschönes Wochenende.

Herzliche Grüße,
Sandra Reinheimer