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 Es gibt sie in vielen Varianten, diese ganz besonderen, nahezu prägnanten Sätze, die mich in meiner täglichen Arbeit mit Klienten in höchstem Maße „aufhorchen“ lassen. „Mit XY habe ich abgeschlossen“. Ein Satz, der wirklichen Inhalt trägt, wenn wir uns die Macht einmal klar machen, die unsere Worte tragen.

„Mit etwas abgeschlossen haben“ – zusammen stand man also da, und hat eine „gemeinsame Geschichte“ abgeschlossen? Oder war es eher so, dass man ganz alleine beschlossen hat, zuzuschließen? Oder ist dieser, oft so vehement betonte „Abschluss“ doch viel eher ein „Einschluss“ gewesen? Ein „Wegschluss“?  Von etwas, das wir seitdem immer noch mit uns herumtragen? Etwas, das immer noch da ist, bewusst oder unbewusst, und fleißig weiter vor sich „hinwirkt“, hinter welcher Tür oder in welcher „alten Kiste“ auch immer?

Etwas „abschließen“ heißt für uns, dass da ein „Abschluss“ ist. Und dieser „Abschluss“ lädt in vielen Fällen nahezu großartig zum Denken ein. „Wenn ich abschließe… wo bewahre ich ihn danach auf, den Schlüssel? Schmeiße ich ihn fort, wohlweislich, dass sich da aber immer noch etwas befindet, hinter der Tür? Warum hätte ich sonst abgeschlossen, wenn da rein gar nichts wäre? Was verbleibt da trotzdem, obwohl – oder gerade – ich mich doch so intensiv bemüht habe, dass es mir bloß „vom Hals bleibt“? Und wie schwer ist er wohl,  der Schlüssel, falls ich ihn immer (noch) bei mir trage?
„Wir haben miteinander abgeschlossen“ – nicht weniger spannend. Der andere stand also daneben? Oder man selbst schaute zu? Oder beide drehten gemeinsam diesen Schlüssel, den nun zumindest einer sicher (oder alles andere als…) aufbewahrt?

Worte. Sätze. Aussprüche. Sind sie so häufig die grandiosesten Hinweis-Geber in der täglichen Coaching- Praxis. Sind sie es immer wieder, die Klienten innerhalb der Bewusstmachung „Aufschluss“ geben. „Aufschluss“ darüber, wo viele unserer vermeintlich „abgeschlossenen Geschichten“ so weitreichend (!) eben weiterhin unser Hier und Jetzt bestimmen. Nicht immer bewusst (nein, das wäre ja einfach…), sondern viel eher unbewusst. Schlummernd in unserem System, ohne unsere bewusste Erkenntnis, was „das alles“ mit uns und unserem Leben, Gelingen und leider auch „nicht-Gelingen“ zu tun hat.

Nehmen Sie sehr gerne Kontakt zu mir auf, wenn Sie das Gefühl haben, dass es in Ihrem Leben ggf. doch noch einmal hinzusehen gilt, welche „Abschlüsse“ da (immer noch?) an Ihrem persönlichen Schlüsselbund hängen.

Auch im Februar 2016 biete ich noch einmal, sowohl in meinen Praxisräumen in der Koblenzer Altstadt, als auch via Telefon-Coaching, die „CQM- Kennenlern- Variante“ (sog. „Blitz-Coaching“) an. Nehmen Sie sehr gerne Kontakt zu mir auf, wenn Sie die Lust verspüren, Ihre persönlichen „Schlüssel“ neu zu sortieren oder vielleicht sogar ganz auszutauschen.

Herzliche Grüße,
Sandra Reinheimer